Ölwehr

Ölwehrstützpunkt Stralsund (Dänholm) Details anzeigen

Ölwehrstützpunkt Stralsund (Dänholm)

Ölwehrstützpunkt Stralsund (Dänholm)

Ölwehrstützpunkt Stralsund (Dänholm)

Der Transport von jährlich über 40 Mio t Öl auf dem Seeweg vor der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns macht eine effektive Vorbereitung auf die mögliche Abwehr eines Ölunfalls erforderlich. So wurden auf der Grundlage des Verwaltungsabkommens des Bundes und der Küstenländer zur gemeinsamen Bekämpfung von Ölhavarien vom 27. April 1995 entsprechende Geräte in Stralsund, auf der Insel Dänholm in einer modernen Wartungs- und Lagerhalle stationiert. Die Geräte werden durch das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern Dienststelle Stralsund im Auftrag des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt eingesetzt. Dabei handelt es sich um Ölsperren, diverse Ölaufnahme- und Fördertechnik, sowie Spezialfahrzeuge und Ausrüstung zur Bekämpfung von Ölschadenslagen.

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Hägglunds-Amphibienfahrzeug

Haegglunds-Amphibienfahrzeug

Hägglunds-Amphibienfahrzeug

Der Stützpunkt liegt zentral in dem Küstenabschnitt vom Darß bis zur polnischen Grenze und schließt die komplizierte Aufgabe der Ölunfallbekämpfung an den zum Teil schwierigen und unzugänglichen Küstenabschnitten der Insel Rügen ein.

Vom StALU Vorpommern Dienststelle Stralsund werden auch das moderne Gewässerüberwachungs- und Ölfangschiff "Strelasund" sowie das speziell für die Anforderungen der Schadstoffbekämpfung in flachen Küstengewässern ausgerüstete Landungsboot eines Vertragspartners eingesetzt. Die "Strelasund" wurde im Rahmen der Vereinbarung des Bundes und der Küstenländer vom 22.05.1995 über die gemeinsame Bekämpfung von Ölunfällen als Mehrzweckschiff gebaut und im März 2003 in Dienst gestellt.

Neben dem Einsatz als Ölfangschiff hat die "Strelasund" die Aufgabe die nationalen und internationalen Verpflichtungen des ständigen Gewässermonitorings in den Küstengewässern des Landes Mecklenburg-Vorpommern zu erfüllen. Das Schiff ist dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern Dienststelle Stralsund zur Bereederung übergeben worden. Sein Heimathafen ist Stralsund.

Weiterführende Informationen

Daten der "Strelasund"

Hauptabmessungen und technische Daten des Schiffes

Klasse: GL + 100 A5(K50) E/
MC E Aut Oil recocery vessel
Not suitable for products
with flashpoint < 60 Deg.C.
Länge in m: 32,5
Breite in m: 8,4
Tiefgang als GÜS in m: 1,8
Tiefgang als ÖFS in m: 2,6
Geschwindigkeit in Knoten: 11
Tankkapazität in m³: 183
Aufnahmerate, m³/h: 80
Antriebe: 2 Ruderpropeller
a 375 kW
1 Bugstrahler 150 kW

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Die "Strelasund"

das-Schiff

Die "Strelasund"

Ölaufnahmesystem des Schiffes

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Ölaufnahmesystem des Schiffes

oelaufnahmesystem

Ölaufnahmesystem des Schiffes

In beidseitigen Einlaufkammern eingebaute Bürstensysteme der Firma LAMOR, ausgerüstet mit:

  • hydr. angetriebene Lamor OPC4-Bürstenkassette mit Hebezylinder
  • hydr. angetriebene Ölsperrentrommel mit aufblasbarer Ölsperre, befestigt an der Kassetteneinheit
  • Transferpumpe Foilex TDS 200 mit archimedischer Schraube
  • Strömungspropeller
  • hydr. Luftgebläse zum Aufblasen der Sperren
  • hydr. bedienbarer Auslegerarm mit mechanischer Kupplungsverriegelung am Ausleger-Schwimmer

Zusätzliche Einbauten für "Ölfangschiffe" nach den Vorschriften des Germanischen Lloyd

Ausfahren des Ölfangsystems LAMOR Details anzeigen

Ausfahren des Ölfangsystems LAMOR

Ausfahren des Ölfangsystems LAMOR

Ausfahren des Ölfangsystems LAMOR

  • Gaswarnanlage
  • Oberdruckbelüftung: Das Deckshaus ist als "Zitadelle", d.h. für den Einsatzfall in gefährlicher Atmosphäre ein von Schadstoffen freier Raum, ausgebildet. Das Lüftungssystem erzeugt in der Zitadelle einen von oben nach unten gestaffelten Überdruck.
  • Lüftungsöffnungen (Ein- und Austritte) sind außerhalb gefährdeter Bereiche angeordnet
  • Gasschleuse
  • Zoneneinteilungsplan
  • Schaumfeuerlöschanlage
  • alle Antriebe und elektrischen Einrichtungen an Deck in ex-geschützter Ausführung
  • Betriebs- und Ausrüstungshandbücher für den Öleinsatz

Zusätzliche Ausrüstung

  • zwei Hydraulikkrane: jede Seite 10,6 m Ausladung / 0,9 to
  • hydraulisch angetriebene Ladepumpen in den Ladetanks Drehkolbenpumpen 2 x 40 m'/h, 1 x 20 m'/h
  • eine elektrisch angetriebene Notleichterpumpe Drehkolbenpumpe 25 m 3/h
  • Tankheizung: Alle 3 Ladetanks sind mit Heizschlangen zur Einspeisung von Fremddampf ausgerüstet

Besatzung / Unterkünfte

  • Besatzung 3-10 Personen
  • Messe
  • Labor für Gewässerüberwachungsarbeiten
  • Betriebs- und Ruheräume für insgesamt 10 Personen.
  • normaler Betrieb erfolgt mit 3-köpfiger Besatzung.