Umsetzungsprojekte im Landkreis Vorpommern-Rügen
Umsetzungsprojekte Gewässer 1. Ordnung
Renaturierung der Barthe, 1. BA bei Löbnitz
Bezeichnung:
Wiederherstellung naturnaher Gewässerstrukturen in der Unteren Barthe, 1. BA
Lage:
Zeitraum:
Baubeginn: 01.03.2014
Bauende: 06.11.2014
Wesentliche Einzelmaßnahmen:
- Anschluss und Reaktivierung vorhandener Altstrukturen (Altarm) östlich der L23
- naturnahe Neutrassierung der Barthe westlich der L23
- Sicherung eines breiten Gewässerentwicklungskorridors inkl. Nutzungsauflassung
- Bepflanzung der Ufer mit standortgerechten Gehölzen
- Einbau von Strukturelementen wie Totholz und Feldsteinen
- Neubau der Straßenbrücke (durch SBA Stralsund)
Das Projekt in Bildern

2013 Barthe / Langenhanshäger Bach (vorher)
© STALU VP

2015 Barthe Altarmanschluss (nachher)
© STALU VP
2017 Barthe Altarmanschluss (nachher)
© STALU VP
2017 Luftbild Neutrassierung westl. L23 (nachher)
© STALU VP
2017 Neutrassierung mit Totholz (nachher)
© STALU VP
2017 Entwicklung Prallhang (nachher)
© STALU VP
2017 Gehölzentwicklung östl. L23 (nachher)
© STALU VP
2018 Gehölzentwicklung östl. L23 (nachher)
© STALU VP

2022 Neutrassierung westlich L23 (nachher)
© STALU VP
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Renaturierung der Barthe, 2. BA zwischen Löbnitz und Wobbelkow
Bezeichnung:
Wiederherstellung naturnaher Gewässerstrukturen in der Unteren Barthe, 2. BA
Förderinhalt:
Investitionen in die naturnahe Entwicklung von Fließgewässern
Förderziel:
Wiederherstellung, Erhaltung und Verbesserung der biologischen Vielfalt, der Landbewirtschaftung mit hohem Naturwert sowie des Zustands europäischer Landschaften
Lage:
Zeitraum:
Baubeginn: Mai 2019
Bauende: in September 2020
Wesentliche Einzelmaßnahmen:
- naturnahe Neutrassierung der Barthe in vier Teilabschnitten
- Verfüllung des aktuellen Verlaufs bzw. Schaffung von Altwässern mit unterschiedlichen Entwicklungsstadien
- Rückbau einer ehemaligen Weidebrücke
- Sicherung eines breiten Gewässerentwicklungskorridors inkl. Nutzungsauflassung
- Bepflanzung der Ufer mit standortgerechten Gehölzen
- Einbau von Strukturelementen wie Totholz und Feldsteinen
Weitere Informationen:
Das Projekt in Bildern
2017 begradigter Lauf vor Baumaßnahme (Abschnitt Süd, Löbnitz)
© STALU VP
2017 begradigter Lauf vor Baumaßnahme (Abschnitt Nord, Wobbelkow)
© STALU VP
2019 während Baumaßnahme, Blick nach Süden
© Dr. Bönsel, PfaU GmbH
2019 während der Baumaßnahme, Blick nach Norden
© Dr. Bönsel, PfaU GmbH
2019 während Baumaßnahme Neutrassierung Teilabschnitt 3 (Blick nach Süden)
© STALU VP
2019 während Baumaßnahme Neutrassierung Teilabschnitt 3 (Blick nach Norden)
© STALU VP
2019 während Baumaßnahme Neutrassierung Teilabschnitt 4 (Blick nach Süden)
© STALU VP
2019 während Baumaßnahme, Arbeiten zur Krebs- und Muschelbergung (Teilabschnitt 4, Blick nach Norden)
© STALU VP
2019 während Baumaßnahme, geborgene Bachmuscheln (links) und Gemeine Teichmuscheln (rechts), Vorbereitung zur Umsiedlung in andere Barthe-Abschnitte
© STALU VP
2019 während Baumaßnahme, Markierung von Bachmuscheln zur Erfolgskontrolle der Bergungs- und Umsiedlungmaßnahmen
© STALU VP
2022 Blick nach Süden © STALU VP
2022 Abschnitt Süd Loebnitz © STALU VP
2022 Blick nach Norden © STALU VP
2022 Abschnitt Nord © STALU VP
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Renaturierung der Barthe, 3. BA zwischen Starkow und Redebas
Naturnahe Gestaltung der Mittleren Barthe und Entwicklung ihrer Auen zwischen Starkow und Redebas (Barthe 3. BA)
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Inhalt der Förderung: Förderung der naturnahen Gewässerentwicklung - Fließgewässer
Ziel der Förderung: Förderung der nachhaltigen Entwicklung und der effizienten Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen wie Wasser, Böden und Luft. www.europa-mv.de |
Zuwendungszweck
- Umgestaltung des Gewässers durch Neutrassierung, Neuprofilierung und Einbau von Strukturelementen
- Einrichtung/Abgrenzung eines Gewässerentwicklungskorridors und Entwicklung einer gewässertypischen Auen- und Ufervegetation
- Anlage von Retentionsmulden zum Nährstoffrückhalt
- Herstellung naturnaher Auengewässer
- Verbesserung der Beschattungssituation durch Anlage einer Furt zum Wechsel der Unterhaltungstrasse
Lage
Projektbeginn
2024
Planungsziele
Die Barthe und ihr Einzugsgebiet sind in den letzten Jahren in den stärkeren Fokus des Gewässer-, Natur- und Hochwasserschutzes gelangt. Wesentliche Gründe hierfür sind die Umsetzungserfordernisse europäischer Anforderungen (WRRL, Natura2000) sowie die offenkundigen Folgen des Klimawandels und damit in jüngster Zeit vermehrt auftretende extreme Hoch- und Niedrigwasserereignisse. Die Barthe ist deshalb seit geraumer Zeit Gegenstand umfangreicher Renaturierungsvorhaben. Mit dem Projekt soll der planerisch sowie flächenmäßig bereits vorbereitete Renaturierungsabschnitt zwischen Starkow und Redebas baulich umgesetzt werden.
Folgende Maßnahmen sind geplant:
- Ausweisung und Sicherung eines Gewässerentwicklungskorridors
- Herstellung einer standortgerechten Ufervegetation
- Anlegen eines naturnahen Gewässerprofils und –verlaufs
- Einbau von Strukturelementen wie Flussholz, Flussgeröll und Kiesdepots
- Maßnahmen zum Nährstoffrückhalt (Retentionsmulden)
- Anlage einer Furt zur Optimierung des Gewässerunterhaltungsregimes
- Anlage von Auengewässern
Das Projekt in Bildern
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Renaturierung der Barthe, 4. BA zwischen Borgwallsee und L21
Renaturierung der Barthe und Wiederherstellung eines natürlichen Retentionsregimes zwischen Borgwallsee und L21 (Barthe 4. BA)
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Inhalt der Förderung: Förderung der naturnahen Gewässerentwicklung - Fließgewässer
Ziel der Förderung: Förderung der nachhaltigen Entwicklung und der effizienten Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen wie Wasser, Böden und Luft. www.europa-mv.de |
Zuwendungszweck
- Überarbeitung der Vorplanung; Fertigstellung der Entwurfs- und Genehmigungsplanung einschließlich erforderlicher Besonderer Leistungen, Gutachten und Untersuchungen.
- Weiterer Grundstückserwerb und -tausch einschließlich Flächenmanagement zur Sicherung des Gewässerentwicklungskorridors.
Lage
Projektbeginn
2024
Planungsziele
Um zu einem abgestimmten regionalen Fahrplan für das gesamte Barthe-Einzugsgebiet zu gelangen, wurde im Jahr 2017 ein umfangreiches Gewässerentwicklungskonzept erarbeitet. Dabei wurden mittels Modellsoftware hydrologische und hydraulische Szenarien zur Entwicklung von Maßnahmen im Sinne einer synergetischen Umsetzung von
Natur-, Gewässer- und Hochwasserschutzzielen betrachtet. Das geplante Projekt stellt einen wichtigen Baustein in der Umsetzung dieses Konzeptes dar. Folgende Maßnahmen sollen planerisch und eigentumstechnisch vorbereitet werden:
- Naturnahe Umgestaltung der Barthe und Wiederherstellung eines natürlichen Retentionsregimes im Bereich der Großen Wiese (Obermützkow)
- Naturnahe Umgestaltung der Barthe und Verbesserung des natürlichen Retentionsregimes im Bereich Birkmoor
- Grundlagenschaffung für den Umbau des Barthewehr zur Verbesserung der Retantionseigenschaften des Borgwallsees, zur Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit und zur Stabilisierung der ökohydrologischen Verhältnisse im Sinne Natura 2000
Renaturierung der Barthe, 5. BA zwischen Lendershagen und Velgast
Umgestaltung und Optimierung der hydraulischen Leistungsfähigkeit des Barthesystems im Raum Lendershagen / Velgast (Barthe 5. BA)
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Inhalt der Förderung: Förderung der naturnahen Gewässerentwicklung - Fließgewässer
Ziel der Förderung: Förderung der nachhaltigen Entwicklung und der effizienten Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen wie Wasser, Böden und Luft. www.europa-mv.de |
Zuwendungszweck
- Planungsleistungen der Objektplanung (LP 3-4) einschließlich erforderlicher Gutachten und Untersuchungen zur Renaturierung und Optimierung der hydraulischen Leistungsfähigkeit der Barthe, der Faulen Barthe sowie der Mündungsbereiche des Wolfsbachs und des Ochsenkoppelgrabens
- Grundstückserwerb einschließlich Flächenmanagement zur Sicherung des Gewässerentwicklungskorridors
Lage
Projektbeginn
2024
Projektbeschreibung
Veranlassung:
- Geringe hydraulische Leistungsfähigkeit der Barthe und der Faulen Barthe. Bereits häufigere, kleinere Hochwasserereignisse (ab HQ2) führen zu Überschwemmungen und Rückstau.
- Schlechte Bedingungen aus ökologischer Sicht aufgrund fehlender natürlicher Gewässer-strukturen. Der gute Zustand nach Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) wird momentan nicht erreicht.
Planungsziele:
Um zu einem abgestimmten regionalen Fahrplan für das gesamte Barthe-Einzugsgebiet zu gelangen, wurde im Jahr 2017 ein umfangreiches Gewässerentwicklungskonzept erarbeitet. Dabei wurden mittels Modellsoftware hydrologische und hydraulische Szenarien zur Entwicklung von Maßnahmen im Sinne einer synergetischen Umsetzung von
Natur-, Gewässer- und Hochwasserschutzzielen betrachtet. Das geplante Projekt stellt einen wichtigen Baustein in der Umsetzung dieses Konzeptes dar. Folgende Maßnahmen sollen realisiert werden
- Wiederherstellung naturnaher Gewässerstrukturen zur Verbesserung des ökologischen Zustands des Barthesystems im Raum Lendershagen (Renaturierung)
- Steigerung der hydraulischen Leistungsfähigkeit der Barthe und der Faulen Barthe im Raum Lendershagen zur Absenkung der Wasserspiegellagen bei Hochwasser
- Optimierung der hydraulischen Leistungsfähigkeit der Barthe oberhalb des Zuflusses des Ochsenkoppelgrabens zum Erhalt der Retentionswirkung des Endinger Bruchs
- Einbeziehung der Mündungsbereiche des Wolfsbachs und des Ochsenkoppelgrabens in die Umgestaltungsmaßnahmen im Sinne einer integrierten Gewässerentwicklung
Umsetzungsprojekte Gewässer 2. Ordnung
Renaturierung Sagarder Bach, 1. BA
Bezeichnung:
Renaturierung Sagarder Bach (1. BA)
Lage:
Zeitraum:
Januar bis November 2017
Kurzbeschreibung:
Im Gewässerabschnitt zwischen Sagard und der Mündung in den Großen Jasmunder Bodden bestanden zahlreiche Durchlässe, Brückenbauwerke sowie begradigte Abschnitte, welche die vorhandenen naturnahen Teilstrecken mit hochwertiger Strukturgüte voneinander trennen. Zur Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit wurden zwei Querbauwerke vollständig zurückgebaut, ein Sohlsprung ausgeglichen und ein Durchlass erneuert. Als ergänzende Maßnahmen wurden Teilabschnitte mit standortgerechten Ufergehölzen bepflanzt sowie mit Störsteinen und punktuellen Profilaufweitungen aufgewertet.
Mit dem 1. BA konnte die Durchgängigkeit auf einer Strecke von ca. 2,8 km wiederhergestellt werden. Oberhalb dieser Gewässerstrecke befinden sich weitere Verbesserungsmaßnahmen in der Umsetzung (2. BA).
Das Projekt in Bildern
Ökologische Sanierung Haubach (1. bis 3. BA)
Bezeichnung:
Ökologische Sanierung Haubach (1. bis 3. Bauabschnitt)
Lage:
Vorhabenträger:
Wasser- und Bodenverband "Untere Warnow-Küste", Rostock
Zeitraum:
2010 - 2015
Einzelmaßnahme:
Maßnahmenarten:
- Rückbau der Verrohrung und Gestaltung eines offenen, naturnahen Fließgewässers
- Strukturierung des Gewässers (eigendynamische Entwicklung, Kies, Steine, Wurzelemente)
- Entwicklung eines Gewässerrandstreifens (beidseitig 7 bis 10 m)
- Initialbepflanzung
- Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit (Durchlässe, geeignetes Längsgefälle, Sohlsubstrat)
Maßnahmenumfang:
- Entrohrung und naturnahe Gewässergestaltung (1. BA): 2.215 m
- Strukturverbesserungen in offenem Gewässerabschnitt (1. BA): 450 m
- Entrohrung und naturnahe Gewässergestaltung Graben 29/7 (2./3. BA): 1.300 m
Das Projekt in Bildern

Übersicht Bauabschnitte
© STALU VP

Karte aus dem Jahr 2002 (vorher)
© STALU VP

Karte aus dem Jahr 2019 (nachher)
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2011 neugestalteter Lauf unmittelbar nach der Baumaßnahme (Bauabschnitt 1, Station 8+350)
© STALU VP

2012 neugestalteter Lauf ein Jahr nach der Baumaßnahme (Bauabschnitt 1, Station 8+350)
© STALU VP

2018 neugestalteter Lauf sieben Jahre nach der Baumaßnahme (Bauabschnitt 1, Station 8+350)
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2011 neugestalteter Lauf unmittelbar nach der Baumaßnahme (Bauabschnitt 1, Station 8+450)
© STALU VP

2012 neugestalteter Lauf ein Jahr nach der Baumaßnahme (Bauabschnitt 1, Station 8+450)
© STALU VP

2018 neugestalteter Lauf sieben Jahre nach der Baumaßnahme (Bauabschnitt 1, Station 8+450)
© STALU VP
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Ökologische Sanierung des Klosterbachs
Bezeichnung:
Ökologische Sanierung des Klosterbachs (1. bis 4. Bauabschnitt)
Lage:
Vorhabenträger:
Straßenbauamt Stralsund (1. BA, 2. BA), Wasser- und Bodenverband "Recknitz-Boddenkette" (3. BA), Stadt Marlow (4. BA)
Zeitraum:
2003 - 2014
Einzelmaßnahme:
Die ersten beiden Bauabschnitte zur naturnahen Umgestaltung des Klosterbachs wurden maßgeblich durch die Interessengemeinschaft Klosterbach und die untere Naturschutzbehörde initiiert und größtenteils als Ausgleichsmaßnahmen für die Ortsumgehung Ribnitz umgesetzt. Die Finanzierung der Bauabschnitte 3 und 4 erfolgte dann im Rahmen der Förderrichtlinie zur nachhaltigen Entwicklung von Gewässern und Feuchtlebensräumen (FöRiGeF).
1. und 2. Bauabschnitt (Brücke Wilmshagen bis Brücke Neuhof/Petersdorf):
- Einbau von Strömungslenkern aus Wurzelstubben, Flussgeröll und Holzpfählen
- Naturnahe Neutrassierung in Anlehnung an den historischen Verlauf
- Gehölzanpflanzungen und Nutzungsaufgabe im Gewässerentwicklungskorridor
3. Bauabschnitt (Zufluss Kuhlrader Holz bis Brücke Wilmshagen):
- Naturnahe Neuprofilierung/ Neutrassierung mit einer Laufverlängerung um insgesamt ca. 70 m
- Einbringen von Strömungshindernissen mit Profilaufweitung (Totholzelemente)
- Schaffung amphibischer Zonen durch Ufervegetation
- Sicherung von Gewässerradstreifen
4. Bauabschnitt (Brücke Bartelshagen I bis Zufluss Kuhlrader Holz):
- Abschnittsweise naturnahe Neutrassierung
- Strukturierung des Querprofils durch Uferabflachungen und Strukturverbesserungen
- Einbringen von Strukturelementen (Totholz, Wurzelstubben)
- Initialbepflanzungen mit standortgerechten Ufergehölzen
- Ausweisung/Sicherung eines Gewässerntwicklungskorridors
- Herstellung der Durchgängigkeit an acht Querbauwerken durch Rückbau oder Ersatzneubau
- Entrohrung und naturnahe Gewässergestaltung auf einer Länge von ca. 500 m
Übersicht Bauabschnitte:
Das Projekt in Bildern

2012 Bachverlauf im Bereich Bartelshagen I vor der Baumaßnahme (BA 4)
© STALU VP
2013 Bachverlauf im Bereich Bartelshagen I unmittelbar nach der Baumaßnahme (BA 4)
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2018 Bachverlauf im Bereich Bartelshagen I ca. fünf Jahre nach der Baumaßnahmen (BA 4)
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2012 Beispiel Durchlass vor der Baumaßnahme (BA 4)
© STALU VP
2013 Beispiel Durchlass nach der Baumaßnahme (BA 4)
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Renaturierung Lanzengraben (1. und 2. BA)
Bezeichnung:
Renaturierung Lanzengraben (1. und 2. Bauabschnitt)
Lage:
Vorhabenträger:
Wasser- und Bodenverband "Rügen"
Zeitraum:
2014 - 2015
Einzelmaßnahmen:
- Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit an vier Durchlässen (1. BA)
- Einrichtung einer Nährstoffretentionsfläche (2. BA)
- Schaffung ökologischer "Trittsteine" durch Profilaufweitungen, Herstellung von Alt- und Nebenarmen sowie Einbau von Strukturelementen wie Totholz, Flussgeröll und Kies (2. BA)
- Gehölzpflanzungen (2. BA)
Übersicht Maßnahmen:
Das Projekt in Bildern

2015 künstlicher Altarm unmittelbar nach der Baumaßnahme
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2018 Künstlicher Altarm drei Jahre nach der Baumaßnahme
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2015 Profilaufweitung mit Strukturelementen
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2017 Graben innerhalb der Retentionsfläche
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2015 Lanzengraben und Grabensystem in Retentionsfläche
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2018 Lanzengraben und Grabensystem in Retentionsfläche
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2012 Durchlass Neuendorf (vorher)
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2014 Durchlass Neuendorf (nachher)
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Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit im Unterlauf des Tribohmer Bachs
Bezeichnung:
Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit im Unterlauf des Tribohmer Bachs
Lage:
Vorhabenträger:
Wasser- und Bodenverband "Recknitz-Boddenkette", Ribnitz-Damgarten
Zeitraum
2014/2015
Einzelmaßnahme:
- Errichtung einer Fischaufstiegsanlage am Mühlenteich/ Emilsee
- Rückbau eines Durchlasses im Schlemminer Holz
- Ersatzneubau eines Durchlasses im Schlemminer Holz
- Optimierung des Sohlsubstrats eines Durchlasses in der Tribohm
Das Projekt in Bildern

Übersicht der Einzelmaßnahmen
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2011 Ablauf/ Absturz Mühlenteich/ Emilsee vor der Baumaßnahme
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2015 Ablauf Mühlenteich/ Fischaufstiegsanlage unmittelbar nach der Baumaßnahme
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2016 Ablauf Mühlenteich/ Fischaufstiegsanlage ein Jahr nach der Baumaßnahme
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2018 Ablauf Mühlenteich/ Fischaufstiegsanlage ca. drei Jahre nach der Baumaßnahme
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2011 Durchlass im Schlemminer Holz vor der Baumaßnahme
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2018 Furt Gruel (ehemaliger Durchlass) nach der Baumaßnahme
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2011 Durchlass im Schlemminer Holz vor der Baumaßnahme

2018 Durchlass im Schlemminer Holz nach der Baumaßnahme
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Konzeptionelle Projekte zur Umsetzung der WRRL gefördert aus ELER 2014-2020
Modellierung/Entwicklungskonzept Barthe
Bezeichnung:
Modellierung hydrologischer und hydraulischer Szenarien zur Bewertung, Optimierung und Priorisierung von Maßnahmen an der Barthe vom Borgwallsee bis Redebas
Förderinhalt:
Konzeption im Zusammenhang mit der naturnahen Entwicklung von Fließgewässern
Förderziel:
Wiederherstellung, Erhaltung und Verbesserung der biologischen Vielfalt, der Landbewirtschaftung mit hohem Naturwert sowie des Zustands europäischer Landschaften
Lage:
Zeitraum:
Juni 2016 bis Oktober 2017
Kurzbeschreibung:
Die Barthe und ihr Einzugsgebiet sind in den letzten Jahren in den stärkeren Fokus des Gewässer-, Natur- und Hochwasserschutzes gelangt. Wesentliche Gründe hierfür sind die Umsetzungserfordernisse europäischer Anforderungen (WRRL, Natura2000), das Naturschutzgroßprojekt „Nordvorpommersche Waldlandschaft“ (chance.natur) sowie die offenkundigen Folgen des Klimawandels und damit in jüngster Zeit vermehrt auftretende extreme Hoch- und Niedrigwasserereignisse. Um zu einem abgestimmten regionalen Fahrplan für das gesamte Barthe-Einzugsgebiet zu gelangen, wurde in den Jahren 2016/2017 im Auftrag des StALU Vorpommern durch die Institut biota GmbH ein umfangreiches Entwicklungskonzept erarbeitet. Dabei wurden mittels Modellsoftware hydrologische und hydraulische Szenarien zur Ermittlung von Maßnahmen für eine synergetische Umsetzung von Gewässer-, Hochwasser- und Naturschutzzielen, unter besonderer Berücksichtigung der Landnutzungsbedingungen, an der betrachtet.
Im Zuge Maßnahmenerarbeitung erfolgte eine intensive Einbeziehung und Beteiligung der regionalen Akteure (Behörden, Landwirte, Verbände). Dazu wurden regelmäßig öffentliche Veranstaltungen durchgeführt, bei den u. a. die Projektziele dargestellt und Ergebnisse diskutiert wurden. Das Entwicklungskonzept stellt eine fundierte fachliche Grundlage für die weitere Maßnahmenumsetzung im Einzugsgebiet der Barthe dar und hat die Akzeptanz und Umsetzungsbereitschaft, insbesondere auch für Maßnahmen an Gewässern 2. Ordnung, maßgeblich verbessert. So sind neben konkreten Renaturierungsvorhaben an der Barthe in Vorhabenträgerschaft des Landes M-V, weitere Projekte an den Zuläufen (z. B. Hoher Birkengraben, Wolfsbach) hervorgegangen.
Das Projekt in Bildern
Konzept – Barthe 4. BA zwischen Borgwallsee und L21
Bezeichnung:
Konzept zur Renaturierung der Barthe und Wiederherstellung eines natürlichen Retentionsregimes zwischen Borgwallsee und L21 (LP 1-4)
Förderinhalt:
Konzeption im Zusammenhang mit der naturnahen Entwicklung von Fließgewässern
Förderziel:
Wiederherstellung, Erhaltung und Verbesserung der biologischen Vielfalt, der Landbewirtschaftung mit hohem Naturwert sowie des Zustands europäischer Landschaften
Lage:
Zeitraum:
2019 - 2021
Planungsziele:
Planerische Konkretisierung des „Barthe-Entwicklungskonzeptes (Modellierung)“ für den Gewässerabschnitt vom Borgwallsee für zur Straßenbrücke L21 zwischen Obermützkow und Jakobsdorf. Mit der Planung sollen die Grundlagen und Voraussetzungen für die investive Umsetzung des Vorhabens geschaffen werden. Die Planung erfolgt bis zur Genehmigungsreife. Folgender Maßnahmenkomplex wird betrachtet:
- Naturnahe Umgestaltung der Barthe und Reetablierung eines natürlichen Retentionsregimes im Bereich Große Wiese (Obermützkow)
- Naturnahe Umgestaltung der Barthe und Verbesserung des natürlichen Retentionsregimes im Bereich Birkmoor
- Umbau des Barthewehrs zur Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit sowie zur Verbesserung des Retentionsvermögens des Borgwallsees und zur Stabilisierung der ökohydrologischen Verhältnisse im Sinne der FFH-Managementplanung
Weitere Informationen:
Das Projekt in Bildern
Konzept – Renaturierung von Zuflüssen in die Barthe und die Darß-Zingster-Boddenkette
Bezeichnung:
Konzept zur Renaturierung ausgewählter Fließgewässer im Einzugsgebiet der Barthe und der Darß-Zingster-Boddenkette"
Förderinhalt:
Konzeption im Zusammenhang mit der naturnahen Entwicklung von Fließgewässern
Förderziel:
Wiederherstellung, Erhaltung und Verbesserung der biologischen Vielfalt, der Landbewirtschaftung mit hohem Naturwert sowie des Zustands europäischer Landschaften
Lage:
Zeitraum:
2018 - 2019
Planungsziele:
Ziel der Konzeption ist die Entwicklung und Konkretisierung von Maßnahmen zur Reduzierung der Belastungen für die Barthe als Gewässer 1. Ordnung und für die Darß-Zingster-Boddenkette als Küstengewässer. Dazu sollen Renaturierungskonzepte für die drei Fließgewässer Uhlenbäk, Zipker Bach und Langenhanshäger Bach erarbeitet werden.
• Identifizierung geeigneter Überschwemmungsflächen zur Nährstoff- und Wasserretention sowie Möglichkeiten zur lateralen Vernetzung zwischen Gewässer und Gewässerumfeld
• Einrichtung und Sicherung eines ausreichend breiten Gewässerentwicklungskorridors zur Abgrenzung gegenüber landwirtschaftlichen Nutzflächen und als Voraussetzung für die eigendynamische Entwicklung
• Schaffung naturnaher Auenwaldstrukturen im Gewässerentwicklungskorridor durch Nutzungsauflassung und Herstellung einer standortgerechten Ufervegetation
• Verbesserung der Fließgewässerstrukturen durch Neuprofilierungen und Neutrassierungen
• Erhöhung der Strömungs- und Habitatdiversität sowie Förderung der Eigendynamik durch Einbau von Strukturelementen (Totholz, Störsteine, etc.)
Weitere Informationen
Das Projekt in Bildern
Konzept – Renaturierung von Zuflüssen in die Rügensche Außenboddenkette
Bezeichnung:
Konzept zur Renaturierung der natürlichen Fließgewässer und ihrer Zuflüsse im Einzugsgebiet der Rügenschen Außenboddenkette
Förderinhalt:
Konzeption im Zusammenhang mit der naturnahen Eintwicklung von Fließgewässern
Förderziel:
Wiederherstellung, Erhaltung und Verbesserung der biologischen Vielfalt, der Landbewirtschaftung mit hohem Naturwert sowie des Zustandes europäischer Landschaften
Lage:
Zeitraum:
2018 - 2019
Planungsziele:
Ziel der Konzeption ist die Entwicklung und Konkretisierung von Maßnahmen zur Reduzierung der Belastungen für die Rügenschen Außenbodden. Dazu sollen Renaturierungskonzepte für die Fließgewässer Duwenbeek mit Lanzengraben und Sehrower Bach mit Frankenthaler Bach, erarbeitet werden.
- Identifizierung geeigneter Überschwemmungsflächen zur Nährstoff- und Wasserretention sowie Möglichkeiten zur lateralen Vernetzung zwischen Gewässer und Gewässerumfeld
- Einrichtung und Sicherung eines ausreichend breiten Gewässerentwicklungskorridors zur Abgrenzung gegenüber landwirtschaftlichen Nutzflächen und als Voraussetzung für die eigendynamische Entwicklung
- Schaffung naturnaher Auenwaldstrukturen im Gewässerentwicklungskorridor durch Nutzungsauflassung und Herstellung einer standortgerechten Ufervegetation
- Verbesserung der Fließgewässerstrukturen durch Neuprofilierungen und Neutrassierungen
- Erhöhung der Strömungs- und Habitatdiversität sowie Förderung der Eigendynamik durch Einbau von Strukturelementen (Totholz, Störsteine, etc.)
Weitere Informationen:
Das Projekt in Bildern
Gewässerentwicklungskonzept: Prohner Wiek
Bezeichnung:
Gewässerentwicklungskonzept Prohner Wiek/ Prohner Bach und Nebengewässer
Förderinhalt:
Konzeption im Zusammenhang mit der naturnahen Entwicklung von Fließgewässern
Förderziel:
Wiederherstellung, Erhaltung und Verbesserung der biologischen Vielfalt, der Landbewirtschaftung mit hohem Naturwert sowie des Zustands europäischer Landschaften
Lage:
Zeitraum:
2018 - 2019
Planungsziele:
Ziel des Projektes ist die Erarbeitung eines abgestimmten Gewässerentwicklungskonzeptes für das gesamte Einzugsgebiet des Prohner Baches. Auf Grundlage eines aufzubauenden hydraulischen Modells und der damit möglichen Szenariobetrachtung sollen die bereits im Zuge der Bewirtschaftungsvorplanung formulierten Maßnahmen optimiert und ggf. ergänzt werden. Dabei soll insbesondere die Maßnahmenwirksamkeit und –nachhaltigkeit im Hinblick auf eine synergetische Umsetzung von Gewässer und Hochwasserschutzzielen überprüft und gewährleistet werden. Aus den Ergebnissen Modellierung soll eine mit den regionalen Akteuren (Landwirte, Gemeinden, WBV) abgestimmte Vorzugsvariante entwickelt werden, die dann als Planungsgrundlage für investive Einzelvorhaben dienen soll. Von besonderer Bedeutung bei der Erarbeitung der Vorzugsvariante ist die Berücksichtigung von Synergiemaßnahmen, die positive Effekte auf die unterhalb gelegenen Küstengewässer erwarten lassen. Dazu zählen insbesondere die Identifizierung geeigneter Überschwemmungsflächen zur Nährstoffretention, Möglichkeiten zur lateralen Vernetzung zwischen Gewässer und Gewässerumfeld sowie die Einrichtung und Sicherung eines ausreichend breiten Gewässerentwicklungskorridors zur Abgrenzung gegenüber landwirtschaftlichen Nutzflächen.
Weitere Informationen:
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Gesamtkonzept einer naturnahen Gewässerentwicklung der Trebel
Bezeichnung:
Gesamtkonzept einer naturnahen Gewässerentwicklung der Trebel
Förderinhalt:
Maßnahmenplan zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie - Erarbeitung des Gewässerentwicklungs- ind Pflegeplans für die Trebel
Förderziel:
Wiederherstellung, Erhaltung und Verbesserung der von Land- und Forstwirtschaft abhängigen Ökosysteme
Lage:
Zeitraum:
2020 - 2021
Planungsziele:
Ermittlung hydrologischer und hydraulischer Grundlagen zur Entwicklung geeigneter Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerstruktur der Trebel und Erstellung eines Gewässerentwicklungs- und Pflegeplanes unter Berücksichtigung der Gewässer-, Hochwasser- und Naturschutzzielen der Trebel und deren Einzugsgebiet.
Weitere Informationen:
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Naturfachliche Begleitung von Unterhaltungsmaßnahmen an der Barthe und Trebel
Bezeichnung:
Gewährleistung der Erhaltung und Verbesseerung der biologischen Gewässergüte
Förderinhalt:
begleitende Kontrolle und das Management mit Räum- und Krautgut bei Unterhaltungsmaßnahmen an der Trebel und Barthe
Förderziel:
Wiederherstellung, Erhaltung und Verbesserung der von Land- und Forstwirtschaft abhängigen Ökosysteme
Hier durch das Wiedereinsetzen von vorgefundenen Tieren in das Ökosystem Gewässer, die mit der Entnahme von Makrophyten (Gewässerkrautung) aus dem Gewässer entnommen worden sind.
Lage:
Zeitraum:
2019 - 2021
Planungsziele:
Ermittlung hydrologischer und hydraulischer Grundlagen zur Entwicklung geeigneter Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerstruktur der Trebel und Erstellung eines Gewässerentwicklungs- und Pflegeplanes unter Berücksichtigung der Gewässer-, Hochwasser- und Naturschutzzielen der Trebel und deren Einzugsgebiet.
Weitere Informationen:
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Trebel: Gewässerkrautung durch Landbagger mit Mähkorb
© biota

Trebel: nachgewiesener Steinbeißer
© biota

Trebel: vorgefundene Malermuschel
© biota

Barthe: Gewässerkrautung durch Landbagger mit Mähkorb
© biota

Barthe: vorgefundener Edelkrebs - großes Aufkommen in der Barthe
© biota

Barthe: vorgefundene Teichmuschel
© biota
Flächenmanagementleistungen zur Vorbereitung/Durchführung von Gewässerentwicklungsvorhaben
Bezeichnung:
Flächenmanagementleistungen zur Vorbereitung/Durchführung von Gewässerentwicklungsvorhaben in Teileinzugsgebieten der FGE Warnow/Peene (StALU VP)
Förderinhalt:
Konzeption im Zusammenhang mit der naturnahen Entwicklung von Fließgewässern
Förderziel:
Wiederherstellung, Erhaltung und Verbesserung der biologischen Vielfalt, der Landbewirtschaftung mit hohem Naturwert sowie des Zustands europäischer Landschaften
Lage:
Zeitraum:
2018 - 2023
Projektziele:
Im Mittelpunkt des Projektes steht die Verfügbarmachung von Flächen entlang WRRL relevanter Fließgewässer im Amtsgebiet des StALU VP zur Vorbereitung und Durchführung von Gewässerentwicklungsvorhaben. Dabei werden insbesondere folgende Schwerpunkte bearbeitet:
- Erarbeitung von Zielkulissen und Ermittlung von Flächenbedarfen
- Vorschlagen von Lösungsmöglichkeiten der Flächenverfügbarmachung
- Ermittlung von Eigentums- und Pachtverhältnissen
- Ermittlung und Aushandeln von Entscheidungsansprüchen
Weitere Informationen:
Konzeptionelle Projekte zur Umsetzung der WRRL gefördert aus ELER 2023- 2027
Gewässerökologische Untersuchungen im Amtsgebiet StALU VP
Gewässerökologische Untersuchungen im Amtsgebiet des StALU VP zur Weiterentwicklung von Daten- und Bemessungsgrundlagen sowie zur Optimierung bestehender Anlagen und abgeschlossener Projekte
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Inhalt der Förderung: Förderung der naturnahen Gewässerentwicklung - Fließgewässer
Ziel der Förderung: Förderung der nachhaltigen Entwicklung und der effizienten Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen wie Wasser, Böden und Luft. www.europa-mv.de |
Zuwendungszweck
- Durchführung von Fließgewässerstrukturgütekartierungen an 47 Wasserkörpern
- Durchführung von hydromorphologischen Erfolgskontrollen an 23 renaturierten Gewässerabschnitten
- Überprüfung von 16 Fischaufstiegsanlagen bzw. vergleichbaren Querbauwerken
- Formulieren von Optimierungsvorschlägen
Lage
Projektbeginn
2024
Aktuelles & weitere Informationen
Sonstige Gewässerrenaturierungen
EU - LIFE - Projekt: Renaturierung des Flusstalmoores der Mittleren Trebel (1995-1997)
Zu den landschaftsökologischen Besonderheiten Mecklenburg-Vorpommerns gehören die Flusstalmoore. Sie sind typisch nacheiszeitliche Bildungen in den Jungmoränengebieten Norddeutschlands. Die Wasserströme der abschmelzenden Gletscher hinterließen gewaltige Abflussbahnen und Staubecken. Durch torfbildende Pflanzen füllten sich diese Täler bei ständigem Wasserüberschuss mit Torfen auf, sodass über Jahrtausende mehrere Meter mächtige Niedermoortorfkörper entstanden sind. Die Flusstalmoore entwickelten sich zu komplexen Ökosystemen mit einer spezifischen Pflanzen- und Tierwelt.
Über Jahrhunderte nur mäßig landwirtschaftlich genutzt, begann in der Mitte des 20. Jahrhunderts eine intensive landwirtschaftliche Nutzung. Voraussetzung dafür waren nachhaltige Absenkungen der Flurwasserstände. In Folge der starken Entwässerung veränderten sich die Eigenschaften des Moorkörpers. Die Bestände typischer Tier- und Pflanzen der Niedermoore gingen drastisch zurück. Um diese Entwicklung rückgängig zu machen, wurde das Projekt "Renaturierung des Flusstalmoores der Mittleren Trebel" als LIFE-Förderprojekt bei der EU beantragt. Es verfügte über ein Gesamtfinanzvolumen von 13 Mio. DM. Davon wurden 75 % aus Mitteln des LIFE - Fonds der EU finanziert, 25 % brachte das Land aus Eigenmitteln auf.
Lage:
Zielstellung
Primäres Ziel des EU-LIFE-Projektes waren Erhalt und Förderung von geschützten Arten und gefährdeten Lebensraumtypen in einem EU-Vogelschutzgebiet. Gleichzeitig wurden mit dem Projekt Ziele des Boden-, Gewässer- und Klimaschutzes verfolgt.
Das Projektgebiet
Das Projektgebiet erstreckt sich im Bereich des mittleren Trebeltals (Landkreis Vorpommern-Rügen) zwischen dem Grenztalmoor im Norden und der Ortschaft Bassendorf im Süden und umfasst eine Fläche von 2850 ha. Das Projektgebiet schließt Talhänge, Seitentäler, Wälder, Grünland und das gesamte Grabensystem ein. Innerhalb des Projektgebietes liegen zwei Naturschutzgebiete. Das Projektgebiet ist Teil des EU-Vogelschutzgebietes "Mecklenburger-Schweiz, Recknitz und Trebeltal" und Teil des FFH-Gebietes "Recknitztal und mittleres Trebeltal".
Neben 15 Vogelarten von gemeinschaftlicher Bedeutung, war das mittlere Trebeltal zum Zeitpunkt der Antragstellung bedeutender Lebensraum u.a. für Amphibien, Fischotter, Biber und für den Großen Feuerfalter.
Begleitende Maßnahmen
Als Voraussetzung für die Umsetzung der baulichen Maßnahmen wurden 1100 ha der Projektfläche durch das Land M-V aufgekauft. Landwirte wurden für den Flächenverlust entschädigt.
Organisation
Das Projekt war ein Gemeinschaftsprojekt verschiedener Naturschutz- und Wasserwirtschaftsbehörden unter der Leitung des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie M-V und des Staatlichen Amtes für Umwelt und Natur Stralsund.
Bauliche Maßnahmen
Zur Wiederherstellung der natürlichen Wasserverhältnisse wurden folgende Maßnahmen umgesetzt:
- Wiederherstellung des Trebel-Altlaufes auf einer Länge von 12,3 km
- Rückbau von Schöpfwerken und Deichen
- Umgestaltung des Binnenentwässerungssystems durch Grabenverbau, Einbau fester Staue sowie Sohlaufhöhungen
- Einbau eines Stützwehres in die Trebel zur Absicherung der Mindestwasserstände.

Wiederherstellung Trebel - Altlauf
© STALU VP

Wiederherstellung Trebel - Altlauf
© STALU VP

Durchstich zum wiederhergestellten Trebel-Altlauf
© STALU VP

wiederhergestellter Trebel-Altlauf
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Schöpfwerk Bassendorf vor der Baumaßnahme
© STALU VP

Rückbau und Demontage Schöpfwerk Bassendorf
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Stützwehr Langsdorf - Einbau Geogewebe
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Stützwehr Langsdorf - Herstellung der Bewehrung
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Erste Ergebnisse
Das Vorhaben wurde 1998 vollständig abgeschlossen. Obwohl das Gebiet nach Beendigung des Projektes noch erheblichen Veränderungen unterliegen wird, zeichnen sich schon nach kurzer Zeit eine Reihe positiver Entwicklungen ab:
- verbesserte Wasserqualität in der wiederhergestellten Trebel
- Besiedlung des Flusslaufes mit typischen Fisch- und Molluskenarten
- Zunahme torfbildender Arten im Bereich der ehemaligen Flachabtorfungen (Ausbreitung braunmoosreicher Seggenbestände)
- Zunahme der Bestände mehrerer Vogelarten von gemeinschaftlicher Bedeutung
Ausblick
Zusammen mit dem benachbarten Recknitztal (ebenfalls LIFE-Fördergebiet) und weiteren Bereichen der angrenzenden Flusstäler, die im Rahmen des Moorschutzprogramms renaturiert werden, sind gute Voraussetzungen geschaffen worden, das Flusstäler als intakte Ökosysteme erhalten bleiben.
Literatur
Ministerum für Bau, Landesentwicklung und Umwelt M-V (Hrsg.) (1998): Renaturierung des Flusstalmoores "Mittlere Trebel" - Dokumentation eines EU-LIFE-Projektes.
EU - LIFE - Projekt: Renaturierung des Flusstalmoores der Recknitz (1999 - 2001)
Mit dem EU-LIFE-Projekt "Renaturierung des Flusstalmoores der Recknitz" wurde nahtlos an die Bemühungen im Moorschutz im Bereich des Trebeltales angeknüpft. Wie im Trebeltal haben auch im Recknitztal Entwässerungen und Bewirtschaftung zu nachhaltigen Veränderungen der oberen Schichten des Moorkörpers geführt.
Ziel des Projektes war es, durch konsequenten Moorschutz die gefährdeten Tier- und Pflanzenarten, insbesondere die prioritären Vogelarten, in ihren Beständen zu erhalten und zu fördern. Die Realisierung des Projekts erfolgte in den Jahren 1999 bis 2001. Die Umsetzung der Planungen wurde mit 2,9 Mio. DM von der EU gefördert. 1,9 Mio. DM brachte das Land an Eigenmitteln auf.
Lage
Zielstellung
Erhalt und Förderung von Lebensräumen und Arten der Niedermoore, vor allem der Vogelarten des Anhanges 1 der EU-Vogelschutzrichtlinie und der Tier- und Pflanzenarten des Anhanges 2 der FFH-Richtlinie. Gleichzeitig wurden mit dem Projekt Ziele des Boden-, Gewässer- und Klimaschutzes verfolgt.
Das Projektgebiet


Begradigte Recknitz und Altlaufstrukturen vor der Baumaßnahme
© STALU VP
Begradigte Recknitz und Altlaufstrukturen vor der Baumaßnahme
© STALU VP
Das Projektgebiet liegt im mittleren Teil des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Politisch gehört es zu den Kreisen Vorpommern-Rügen und Landkreis Rostock. Es umfasst den Flusslauf der Recknitz vom Wehr Bad Sülze bis zum Wehr Dudendorf, sowie die vermoorte Flussniederung. Die Gesamtfläche beträgt 550 ha.
Das Projektgebiet ist Teil des EU-Vogelschutzgebietes "Mecklenburger Schweiz, Recknitz und Trebeltal" und des FFH-Gebietes "Recknitztal und mittleres Trebeltal". Es ist Lebensraum einer Vielzahl von Vogelarten des Anhanges 1 der FFH-Richtlinie und vieler anderer gefährdeter Tier- und Pflanzenarten.
Bauliche Maßnahmen
Zur Wiederherstellung der natürlichen Wasserverhöltnisse wurden folgende Maßnahmen umgesetzt:
- Wiederherstellung des Recknitz-Altlaufes auf einer Länge von 9,4 km
- Umgestaltung des Binnenentwässerungssystems durch Grabenverbaue, Einbau von Spundwänden, Einbau fester Staue und Sohlaufhöhungen
Begleitende Maßnahmen
Als Voraussetzung für die Umsetzung der baulichen Maßnahemen wurden 182 ha der Projektfläche durch das Land M-V aufgekauft. Landwirte wurden für den Flächenverlust entschädigt.
Organisation
Das Projekt war ein Gemeinschaftsprojekt verschiedener Naturschutz- und Wasserwirtschaftsbehörden unter der Leitung des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie M-V und des Staatlichen Amtes für Umwelt und Natur Stralsund.
Ausblick
Erste Begehungen nach Fertigstellung des Projektes zeigen, dass sich die geplanten Wasserstände in weiten Bereichen des Flusstales eingestellt haben. Die Besiedlung des Altlaufes mit typischen Tier- und Pflanzenarten hat begonnen. Der Grundstein für eine natürliche Entwicklung wurde gelegt.
Literatur
Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie M-V (Hrsg.) (2001): Renaturierung im Recknitztal, ein Projekt für den Erhalt bedrohter Arten und Lebensräume - Dokumentation eines EU-LIFE-Projektes.
Sonstige Projekte
Gewässerentwicklungskorridor zur Renaturierung der Barthe, 4. BA zwischen Borgwallsee und L21
Bezeichnung:
Sicherung eines Gewässerentwicklungskorridors zur Renaturierung der Barthe zwischen Borgwallsee und L21
Förderinhalt:
Investitionen in die naturnahe Entwicklung von Fließgewässern
Förderziel:
Wiederherstellung, Erhaltung und Verbesserung der biologischen Vielfalt, der Landbewirtschaftung mit hohem Naturwert sowie des Zustands europäischer Landschaften
Lage:


Landkreis Vorpommern-Rügen
Gemeinden Niepars, Pantelitz, Jakobsdorf und Steinhagen
Gewässerabschnitt zwischen Borgwallsee und Landesstraße L21
© STALU VP
Landkreis Vorpommern-Rügen
Gemeinden Niepars, Pantelitz, Jakobsdorf und Steinhagen
Gewässerabschnitt zwischen Borgwallsee und Landesstraße L21
© STALU VP
Zeitraum:
2021- 2022
Planungsziele:
Das Vorhaben dient der Flächensicherung im Zuge des Gewässerentwicklungsprojektes zur Renaturierung der Barthe und Wiederherstellung eines natürlichen Retentionsregimes zwischen dem Borgwallsee und der Landesstraße L21. Insbesondere sollen die Entschädigungsansprüche der Flächeneigentümer ausgehandelt und finanziert werden.
Weitere Informationen:
Das Projekt in Bildern
Gewässerentwicklungskorridor für die Obere Trebel
Bezeichnung
Sicherung eines Gewässerentwicklungskorridors für die Obere Trebel zwichen Grimmen und Kirch Baggendorf
Förderinhalt:
Investitionen in die naturnahe Entwicklung von Fließgewässern
Förderziel:
Wiederherstellung, Erhaltung und Verbesserung der biologischen Vielfalt, der Landbewirtschaftung mit hohem Naturwert sowie des Zustands europäischer Landschaften
Lage:


Landkreis Vorpommern-Rügen
Stadt Grimmen und Gemeinden Splietsdorf, Gransebieth und Wendisch Baggendorf
Gewässerabschnitt zwischen Grimmen und Kirch Baggendorf
© STALU VP
Landkreis Vorpommern-Rügen
Stadt Grimmen und Gemeinden Splietsdorf, Gransebieth und Wendisch Baggendorf
Gewässerabschnitt zwischen Grimmen und Kirch Baggendorf
© STALU VP
Zeitraum:
2021 - 2022
Projektziele:
Das Vorhaben dient der Sicherung eines Gewässerentwicklungskorridors für die Obere Trebel im Bereich des Flurneuordnungsverfahrens „Splietsdorf“. Insbesondere sollen die Entschädigungs-ansprüche der Flächeneigentümer finanziert und geeignete Tauschflächen akquiriert werden

























































