StAUN Rostock ist zuverlässiger anerkannter Partner für nachhaltige Stadt- und ...

Nr.030/07  | 30.11.2007  | StALU MM  | Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg

StAUN Rostock ist zuverlässiger anerkannter
Partner für nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung
und Wirtschaftsförderung

Schwerpunktaufgaben des StAUN im Bereich Bodenschutz und Altlasten

Seit Jahren wirkt das Staatliche Amt für Umwelt und Natur (StAUN) Rostock innerhalb seines Amtsbereiches mit der Hansestadt Rostock und den Landkreisen Bad Doberan und Güstrow als anerkannter und zuverlässiger Partner der Kommunen im Bereich Bodenschutz und Altlasten und schafft mit Fachkompetenz und finanzieller Unterstützung wesentliche Voraussetzungen für eine aktive nachhaltige Standortpolitik in den Städten und Gemeinden. Darum möchte das StAUN Rostock die Aufgabenschwerpunkte dieses Bereiches, der in der Abteilung Wasser und Boden, Dezernat Gewässeraufsicht, Wasserbehördlicher Vollzug, Bodenschutz und Altlasten eingeordnet ist, etwas näher vorstellen.

Im Rahmen der Zuständigkeit für die Umsetzung des Bundes-Bodenschutzgesetzes steht neben dem vorsorgenden Bodenschutz insbesondere der Umgang mit Altlastenstandorten im Vordergrund der Tätigkeit. Das StAUN Rostock bewertet hier den aktuellen Hand-lungsbedarf, setzt vorhabensbezogen Sanierungsziele und -maßnahmen fest und begleitet deren Durchführung bis hin zur abschließenden Feststellung des jeweiligen Sanierungserfolges.
Die Durchführung von Altlastensanierungen einschließlich der hierfür notwendigen Planungen können vielfach durch das StAUN Rostock unter Federführung des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz M-V im kommunalen Bereich mit Fördermitteln nach der Altlastenfinanzierungsrichtlinie des Landes (AlaFR) bis zu 80 % und bei privaten Investoren nach dem Hemmnisbeseitigungsgesetz des Bundes im Rahmen der Freistellung von der Altlastenhaftung bis zu 90 % der hierfür entstehenden Maßnahmekosten refinanziert werden.

Im Rahmen der zu Ende gehenden EU-Förderperiode 2000 bis 2006 konnten so im Amtsbereich des StAUN Rostock für Maßnahmen zur Erkundung, Sanierung und Überwachung von Altlasten in kommunaler Verantwortlichkeit Fördermittel in Höhe von ca. 1,4 Mio. Euro ausgereicht werden. Dabei wurden zum Beispiel die Abdeckung von Teil-flächen der Deponie Weidenweg in Rostock-Warnemünde, die Sanierung des Gaswerkes Güstrow oder die Sanierung des ehemaligen Holztränkplatzes „Osmose“ Graal-Müritz gefördert.

Aktuell wurde in diesem Jahr die Altlastensanierung von Teilflächen der ehemaligen Schiffswerft Ludewig im Stadthafen Rostock durch das StAUN Rostock fachlich begleitet und gefördert.
Bei der Revitalisierung von Gewerbe- und Industriestandorten zur Fortführung oder Neuansiedlung einer gewerblichen bzw. industriellen Nutzung konnte das StAUN Rostock in den vergangenen Jahren über die Freistellung von der Altlastenhaftung und der damit ggfs. einhergehenden Refinanzierung von Sanierungsmaßnahmen einen entscheidenden Anteil zur Wirtschaftsentwicklung in der Region Rostock leisten. Beispielhaft zu erwähnen seien hier nur die Begleitung und Förderung von Maßnahmen auf den Standorten der ehemaligen Neptun- und Warnowwerft in Rostock, der Glashäger Brunnen GmbH Bad Doberan oder der Rathje Mineralölhandel GmbH Güstrow. Allein ab 2006 wurden an freigestellten Altlastenstandorten im StAUN-Amtsbereich Rostock für Sanierungsmaßnahmen Mittel in Höhe von ca. 1,1 Mio. Euro freigegeben bzw. ausgereicht. Einen Schwerpunkt bildete dabei die Herdsanierung an der ehemaligen chemischen Reinigung Güstrow, Baustraße, in Verbindung mit der hier seit dem Jahr 2000 laufenden Grundwassersanierung. Maßnahmeträger ist hier die BIG Städtebau Güstrow GmbH.
Im Bereich der Altlastenfreistellung arbeitet das StAUN Rostock seit Jahren eng mit der landeseigenen Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Altlasten Mecklenburg-Vorpommern mbH (GAA) als Verwalter des Sondervermögens „Sanierung ökologischer Altlasten in M-V“ zusammen.

Im Jahr 2008 werden durch das StAUN als größere Fördermaßnahmen im Altlastenbereich in Rostock die Sanierung der ehemaligen Stapellauffettproduktionsstätte in der Neubrandenburger Straße (ehemals IKS-Gelände) in Zusammenarbeit mit der Hansestadt Rostock und der WIRO GmbH sowie im Landkreis Bad Doberan die Sanierung des ehemaligen Minol-Tanklagers Kröpelin mit der Total Deutschland GmbH fachlich und fördertechnisch begleitet.

Das StAUN Rostock wird auch künftig wie in den Vorjahren seine Verantwortung im Bereich Bodenschutz und Altlasten zuverlässig in partnerschaftlichem Zusammenwirken mit den Landeseinrichtungen sowie den Kommunen wahrnehmen und dabei als Motor für eine nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung sowie Wirtschaftsförderung wirken und in diesem Rahmen zugleich als anerkannter Moderator bei den öffentlichen und privaten Partnern auftreten.