Auskolkung im Übergangsbereich Deckwerk/Geröllwall

Nr.027/07  | 25.10.2007  | StALU MM  | Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg

 
Das StAUN Rostock verzeichnet nach mehreren Sturmereignissen im letzten Jahr eine Umlagerung von Geröllen des Heiligen Dammes östlich des Deckwerkes der Jemnitzschleuse

An der Jemnitzschleuse sind aufgrund der extremen Witterungsbedingungen des letzten Jahres am Übergangsbereich des Geröllwalles zum Massivdeckwerk so enorme Umlagerungsprozesse aufgetreten, das, wie schon 2005, umfangreiche Geröllaufschüttungen notwendig wurden, um die Sicherheit des Sturmflutschutzsystems „Heiligendamm bis Börgerende“ zu gewährleisten.

Die Geröllwallböschung wurde auf einer Länge von 150 m teilweise vollständig abgetragen. Im unmittelbaren Anschlussbereich an das Deckwerk sind auf einer Länge von 100 m auch mehrere Meter der Krone des Geröllwalles umgelagert worden.

Solche Leeeffekte treten in Übergangsbereichen von Massivbauwerken (Deckwerke) zu flexiblen Sturmflutschutzlösungen (Geröllwälle, Dünen) auf. Das Material der flexiblen Bauwerke unterliegt bei Extremereignissen naturgemäß Umlagerungen.
Periodische Materialergänzungen sind notwendig.

Die Arbeiten werden von der Firma Reuse aus Heringsdorf durchgeführt.

Technische Daten

Lage: Heiligendamm/
Jemnitzschleuse
Bauzeitraum: Oktober 2007
Einbaumaterial: Geröll
Korngröße: 63- 200 mm
Einbaumenge: 9.500 t
Bausumme: ca. 250.000 €
Länge des Baubereiches: 250 m
Höhe des Geröllwalles: + 4,00 m HN
Kronenbreite des Geröllwalles: 20 m
Neigung der Geröllwallböschung: 1 : 4 bis 1:6