Umbauarbeiten am Wehr Alt Sührkow planmäßig abgeschlossen

Nr.025/07  | 15.10.2007  | StALU MM  | Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg

 
StAUN Rostock setzt konsequent Europäische Wasserrahmenrichtlinie um

Die Ende August 2007 begonnenen Umbauarbeiten am Wehr Alt Sührkow - gelegen an der nordöstlichen Seite des Teterower Sees im Amt Mecklenburgische Schweiz - wurden mit der Bauabnahme durch das Staatliche Amt für Umwelt und Natur (StAUN) Rostock als Bauherr am 15. November 2007 planmäßig abgeschlossen. Bauausführende Firma war die Ernst März Tief- und Straßenbau GmbH aus Teterow.
„Mit der Realisierung dieser geplanten Wasserbaumaßnahme setzten wir als Landesumweltbehörde einen weiteren Baustein bei der konsequenten Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie innerhalb unseres Zuständigkeitsbereiches“ konstatiert StAUN-Amtsleiter Hans-Joachim Meier während der Bauabnahme.
Das bisherige Wehr Alt Sührkow wurde in den vergangenen 2 Monaten rückgebaut und an seiner Stelle ein neues Wehr mit zwei unterteilten Zonen eingebaut. Damit verfolgt das StAUN Rostock folgende Ziele:
- Schaffung eines durchgängigen Gewässersystems (Böschungs- und Sohldurchgängigkeit) und damit Aufstiegsmöglichkeit für alle Fischarten und Kleinstlebewesen
- Einhaltung des Stauzieles von 2,08 m ü. HN bis 2,41 m ü. HN
- Aufrechterhaltung eines schadlosen Wasserabflusses auch bei Hochwasserereignissen
- Reduzierung der Kosten für Wartung und Unterhaltung der Anlage
- Errichtung eines wartungsfreien und sich automatisch an die Abflusssituation angepassten Systems

Das neu gestaltete Kanalprofil des Wehres ist nun durch ein in Längsrichtung verlaufendes Überströmwehr in 2 Zonen mit unterschiedlichen Funktionen unterteilt:

Zone 1: Überströmwehr zur Einhaltung des oberen Stauzieles und Abführung des Hochwassers

Das Überströmwehr besteht aus einer Stahlspundwand von 35,7 m Länge mit Betonholm. Ab dem Anschlusspunkt in der Kanalböschung wurde die Oberkante des Wehres parallel zur Kanalböschung angelegt.
Zone 2: Sohlgleite in Riegelbauweise als Aufstiegsmöglichkeit für Fische und Kleinstlebe-wesen mit Abführung des Niedrigwassers. Die Sohlgleite wird auf der nördlichen Kanalseite angelegt um Störungen und Manipulationen geringer zu halten.

Die Sohlgleite erhielt oberwasserseitig eine Anrampung von 4,3 % und wird nun mit einem Gefälle von 1:35 ins Unterwasser geführt. Mittels 8 Steinriegeln wurden Becken geschaffen mit einer Wassertiefe von 0,4 m. Die Durchgängigkeit der Riegel wird dabei durch das Lü-ckensystem im Riegel und einen abgesenkten Stein gegeben.

Die Gesamtkosten dieser Wasserbaumaßnahme betragen ca. 85 TEuro.