Fertigstellung der Hochwasserschutzmaßnahme "Umbau & Modernisierung der Polderleitstelle Boizenburg"

Nr.004/06  | 02.11.2006  | StALU WM  | Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg

 
Ein halbes Jahr nach dem „Rekordhochwasser“ in der Elbe vom April 2006 hat das StAUN Schwerin eine weitere Maßnahme aus dem Hochwasserschutzprogramm Elbe und deren Rückstaugebiete im Land Mecklenburg-Vorpommern abgeschlossen. Die Abnahme zum Umbau der Polderleitstelle Boizenburg, der Überwachungszentrale der Schöpfwerke findet am 3.11.2006 statt.

Mit der Fertigstellung der Staustufe Geesthacht wurde die Maßnahme „Hochwasserschutz Untere Elbe“ im Bereich der Elbe- und Sudeniederung durchgeführt. Für die Wartung und Unterhaltung dieses komplexen Anlagesystems von Deichen und Wehren wurde in der Polderleitstelle auf dem Elbberg in Boizenburg im Jahre 1968 eine Fernüberwachungszentrale in Betrieb genommen. Mit der Rekonstruktion der Elektro- und Steueranlagen in den Schöpfwerken nach dem Jahre 1990 wurde eine verbesserte Übertragung und Speicherung der Betriebszustände erreicht.

Seit Anfang Mai dieses Jahres wurde die zentrale Warte im Baubezirk Boizenburg so umgebaut, dass die Betriebszustände von acht Schöpfwerken, vier Wehren sowie zwei wichtigen Pegeln aktuell übertragen und archiviert werden sowie auflaufende Störmeldungen auf ein Bereitschaftstelefon weiter geleitet werden. Auf einem Übersichtsschaltbild in der Polderleitstelle werden die wichtige Wasserstände sowie die Betriebszustände der Schöpfwerke und Wehre angezeigt. Aus den Prozessbildern auf dem Rechner sind die Schaltvorgänge mit Zeitangabe ersichtlich. Die Anlage entspricht nunmehr dem Stand der Technik. Durch die Fernübertragung von den einzelnen Hochwasserschutzanlagen können zusätzliche Kontrollen insbesondere an Wochenenden und an Feiertagen durch die Mitarbeiter entfallen.

Das Vorhaben erforderte Investitionen von 130 T€ und wurde aus Landesmitteln mit Förderung durch den Bund finanziert. Damit wurde der Hochwasserschutz an der Elbe im Land Mecklenburg-Vorpommern weiter verbessert. Für Rückfragen steht Ihnen Herr Jürgen Führ, Tel. 038847/52921 zur Verfügung.