Ölwehrübung polnischer und deutscher Spezialschiffe
Nr.002/05
|
27.07.2005
|
StALU VP
|
Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern
Gemeinsame Ölwehrübung mit Polen
Am Morgen des 07. Juli 2005 verlässt ein Verband von sechs polnischen und drei deutschen Spezialschiffen den Hafen von Swinoujscie zu der gemeinsamen Ölschadensbekämpfungsübung POMERANIAN BAY. Die Pommersche Bucht ist der südliche Teil der Ostsee vor den Stränden der Seebäder von Usedom und der polnischen Insel Wollin. Die Schiffe haben den Auftrag ihre Ölaufnahmetechnik unter Leitung des gemeinsamen ON SEE COMMANDERS auf der polnischen „Kapitan Poinc“ zur Beseitigung eines Ölteppichs in der Pommerschen Bucht zu trainieren. Während sich der Nebel allmählich lichtet, erreicht der Verband das Übungsgebiet auf der Reede vor Swinoujscie. Die Kommandos von der „Kapitan Poinc“ auf UKW-Kanal werden sehr schnell, in einem nicht leicht verständlichen Englisch gegeben. Da ist es gut, dass es noch einen nationalen Koordinator auf dem Schadstoff-Unfallbekämpfungsschiff „Arkona“ gibt. Das Gewässerüberwachungs- und Ölfangschiff „Strelasund“ vom StAUN Stralsund erhält zunächst den Auftrag im Verband mit dem als Ölfangschiff umgebauten Schlepper „Czeslaw II“ die Ölaufnahme zu beginnen, während andere Schiffe mit Ölsperren eine große V - förmige Formation aufbauen. Am Ende dieses, wie ein riesiger Trichter über See geschleppten Gebildes fährt das Klappschiff „Bottsand“. Dahinter reihen sich, seitwärts gestaffelt die anderen Ölbekämpfungsschiffe ein und demonstrieren das Absaugen der so aufkonzentrierten Ölschicht. Die Formationsfahrt und das Üben des Positionstausches mit ausgebrachtem Ölaufnahmegerät auf engstem Raum verlangt die volle Konzentration der Schiffsführer und Rudergänger. Auf dem Programm steht auch das Sichern eines Havaristen mit Ölsperren, dessen Leichterung und das Abschleppen. Am Nachmittag laufen die Schiffe zum „DEBRIEFING“ wieder in den Hafen ein. Hier wird das Manöver in allen Einzelheiten ausgewertet. Gegenseitige Schiffsbesichtigungen und ein Grillessen mit einem weiteren Erfahrungsaustausch schließen die Übung ab.
Henry Naylor
| |