Sanierung der Uferbefestigung am Oberbach im südwestlichen Stadtgebiet von Neubrandenburg.

Nr.005/09  | 17.02.2009  | StALU MS  | Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburgische Seenplatte

Das Staatliche Amt für Umwelt und Natur Neubrandenburg plant die Sanierung der Uferbefestigung am ca. 860 m langen Oberbach, im südwestlichen Stadtgebiet von Neubrandenburg. Der Oberbach bildet einen der Abflüsse aus dem Tollensesee. An seinem Auslauf befindet sich das Wehr Vierrademühle, über welches der Abfluss in die Tollense geregelt wird.

Die Ufer des Oberbaches sind durch verschiedene Konstruktionen (z. B. Holzpfähle, Faschinen, Spundwände) befestigt. Der Damm, der später mit einem Promenadenweg erweitert wurde, schützt die unter dem Wasserspiegel liegende Niederung, auf der sich heute die Oberbachsiedlung und das Oberbachcenter befinden.

Die Uferbefestigung am linken Ufer, die Anfang der 1980-er Jahre als Holzpfahlreihe hergestellt wurde, weist derzeit in großen Bereichen erhebliche Schäden auf. Seit Anfang der 90-er Jahre wurde der Pfahlverbau in vielen Bereichen nacheinander saniert. Doch ohne langlebigen Erfolg.

Ca. 560 m der linken Uferbefestigung weisen starke bis sehr starke Schädigungen auf und sind zwingend sanierungsbedürftig, da der Schutz der Uferbereiche nicht mehr erfüllt werden kann.

Verschiedene Sanierungs-Varianten wurden u. a. hinsichtlich der Langlebigkeit untersucht. Unter Abwägung aller Vor- und Nachteile wurde der wirtschaftlichsten Variante, einer Winkelstützwand aus Stahlbetonelementen, der Vorrang gegeben. Aus denkmalpflegerischer Sicht werden die Betonteile mit einer Holzwand verkleidet.

Nach öffentlicher Ausschreibung erhielt die Firma Colcrete von Essen GmbH aus Ueckermünde den Zuschlag. Mit der Baumaßnahme wird demnächst begonnen. Die voraussichtliche Bauzeit wird dreieinhalb Monate betragen. Während dieser Zeit kommt es zu Teilsperrungen des Promenadenweges und zu Behinderungen.