Wesentliche Änderung einer Anlage zur Herstellung von Kunststoffen am Standort Wismar (LTPro GmbH), Bekanntmachung des Vorhabens

Amtliche Bekanntmachung des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg nach § 10 Abs. 3 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) vom 4. Oktober 2021

Nr.B 46/21  | 04.10.2021  | StALU WM  | Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg

Die LTPro GmbH plant die wesentliche Änderung der betriebenen Leim- und Tränkharzanlage im Industriegebiet Wismar Haffeld, Gemarkung Wismar, Flur 14, Flurstücke 9/3 und 9/27. Die Änderungen bestehen im Wesentlichen aus Umbaumaßnahmen im Bestand und dem Errichten einer Be- und Entladestation für Lkw, einer Leim- und Tränkharzproduktion, einer Anlage zur Herstellung von Formaldehyd bzw. Harnstoff-Formaldehyd-Konzentrat sowie Kühltürmen mit Wasseraufbereitung. Für die wesentliche Änderung ist eine Genehmigung nach § 16 BImSchG beantragt.

Die Anlage soll voraussichtlich im Jahr 2023 in Betrieb genommen werden.

Für die wesentliche Änderung ist eine Genehmigung nach § 16 BImSchG beantragt. Die Durchführung des Genehmigungsverfahrens erfolgt gem. § 10 BImSchG sowie der Verordnung über das Genehmigungsverfahren (9. BImSchV).

Zuständige Behörde für das Genehmigungsverfahren ist das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg.

Die entscheidungserheblichen Berichte und Stellungnahmen, die der Genehmigungsbehörde zum Zeitpunkt des Beginns des Beteiligungsverfahren vorliegen, sind Darstellungen und Fachgutachten des Antragstellers (z.B. Anlagenbeschreibung, Sicherheitsbericht, Alarm- und Gefahrenabwehrplan, Immissionsgutachten Luftreinhaltung, schalltechnische Untersuchung) sowie Stellungnahmen folgender Beteiligter:

  • Hansestadt Wismar, untere Baubehörde
  • Landkreis Nordwestmecklenburg, untere Wasserbehörde
  • Landkreis Nordwestmecklenburg, untere Bodenschutzbehörde
  • Landkreis Nordwestmecklenburg, untere Naturschutzbehörde
  • Landkreis Nordwestmecklenburg, untere Brand- und Katastrophenschutzbehörde
  • Landesamt für Gesundheit und Soziales, Abt. Arbeitsschutz und technische Sicherheit

Die Auslegung des Antrages, beigefügter Unterlagen sowie der Stellungnahmen erfolgt vom 11. Oktober 2021 bis einschließlich 10. November 2021 zu den angegebenen Zeiten im

Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg (Bleicherufer 13, 19053 Schwerin), 1. Obergeschoss - Abt. Immissions- und Klimaschutz, Abfall- Kreislaufwirtschaft

Montag bis Donnerstag:           7:30 - 16:30 Uhr

Freitag:                                     7:30 - 12:00 Uhr

 

Aufgrund der aktuellen Pandemiesituation ist eine Einsichtnahme jedoch ausschließlich nach vorheriger telefonischer Terminabsprache unter 0385 – 59586512 möglich. Diese soll Montag bis Freitag zwischen 8:30 und 14:00 Uhr erfolgen.

Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung vor Ort ist zwingend erforderlich.

sowie

im Bauamt der Hansestadt Wismar, Abt. Planung, Kopenhagener Straße 1, 2. Obergeschoss während der Dienststunden

Montag                8:30 Uhr – 12:00 Uhr

Dienstag              8:30 Uhr – 12:00 Uhr und 14:00 Uhr – 15:30 Uhr

Donnerstag          8:30 Uhr – 12:00 Uhr und 14:00 Uhr – 17:30 Uhr

Freitag                 8:30 Uhr – 12:00 Uhr

Zum Betreten des Gebäudes ist eine Terminvereinbarung erforderlich. Diese Terminvereinbarung ist vorab telefonisch unter der zentralen Telefonnummer im Bauamt 03841 251-6001 vorzunehmen. Bitte nehmen Sie den Termin nur mit eigenem Mund-Nasen-Schutz, den Sie vor dem Betreten der Räumlichkeiten anlegen, und in einem gesunden Zustand wahr.

Darüber hinaus erfolgt die Auslegung online auf der Homepage des StALU WM

http://www.stalu-mv.de/wm/Service/LTPro-Wismar-AS-III/ 

Einwendungen gegen das Vorhaben können vom 11. Oktober 2021 bis einschließlich 10. Dezember 2021 schriftlich bei den o. g. Behörden oder per E-Mail an:

StALUWM-Einwendungen@staluwm.mv-regierung.de

unter dem Betreff: „Einwendung LTPro ASIII“ als beigefügtes unterschriebenes Dokument (z.B. als PDF) erhoben werden. Eine Eingangsbestätigung erfolgt nicht.

Die Anschrift der Einwender ist vollständig und deutlich lesbar anzugeben, ferner sind Einwendungen zu unterschreiben, ansonsten ist die Einwendung ungültig.

Mit Ablauf der Einwendungsfrist sind für das Genehmigungsverfahren alle Einwendungen ausgeschlossen, die nicht auf besonderen privatrechtlichen Titeln beruhen.

Die Einwendungen werden dem Antragsteller sowie den am Verfahren beteiligten Behörden, deren Aufgabenbereich von den Einwendungen berührt wird, bekannt gegeben. Der Einwender kann verlangen, dass sein Name und seine Anschrift vor dieser Bekanntgabe unkenntlich gemacht werden, wenn diese zur ordnungsgemäßen Durchführung des Genehmigungsverfahrens nicht erforderlich sind.

Aufgrund der aktuellen Pandemiesituation erfolgen die Bekanntmachungen über die Bestimmung eines Erörterungstermins gemäß § 10 Abs. 4 Nr. 3 BImSchG, über dessen Durchführung gemäß § 12 Abs. 1 S. 5 9. BImSchV sowie dessen Gestaltung zu einem späteren Zeitpunkt im Amtlichen Anzeiger M-V sowie auf der Internetseite des StALU WM.

Die Zustellung der Entscheidung über die Einwendungen kann durch öffentliche Bekanntmachung ersetzt werden.