Antrag auf Änderungsgenehmigung bzgl. des Änderung des BioEnergie Park „Güstrow“ der EnviTec Bioenergie Güstrow GmbH am Standort 18273 Güstrow

Amtliche Bekanntmachung nach § 10 Abs. 3 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BIm-SchG)

Nr.AA-Nr.: 03/2023  | 23.01.2023  | StALU MM  | Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg

Die EnviTec Bioenergie Güstrow GmbH plant die Änderung des BioEnergie Park „Güstrow“ am Standort Am Langen Bruch 1, 18273 Güstrow, Gemarkung Suckow, Flur 1, Flurstücke 172/7, 172/5, 170/8, 170/6, 170/5, 170/4, 169/1, und hat hierzu eine Änderungsgenehmigung sowie die Zulassung des vorzeitigen Beginns bzgl. Errichtung der LCO2-Anlagenteile und -Gasfüllanlagen, Errichtung der LNG-Gasfüllanlage inkl. der Strahlungsschutzwand, Errichtung von zwei Trafostationen, Rückbau aller Anlagenteile der Feuerungsanlage, Errichtung der BHKW 4 und 5 inkl. Anlagenperipherie und Errichtung einer Trafostation beantragt. Das Verfahren wird unter dem Aktenzeichen 572-8.6.3.1GE-001 beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (zuständige Genehmigungsbehörde) geführt. Die Inbetriebnahme der geänderten Anlage ist für das Jahr 2023 geplant.

 Wesentliche Vorhabensmerkmale sind:

Änderung BE 3 (Gasaufbereitungsanlage, Biomethanverflüssigung und Notfackel) durch

      - Errichtung einer Anlage zur Verflüssigung von CO2 zur Behandlung der Abluft aus der BGAA, Erweiterung der Biomethanverflüssigungsanlage um die Gasfüllanlage (LNG-Tanklager, Transferpumpe, Abgabeeinrichtung, Tankwagenanschluss, Abfüllfläche),

       - Errichtung zweier Trafo,

        - Erhöhung der Produktionskapazität der Biomethanverflüssigungsanlage auf 27 t/d

        - Lageänderung von Anlagenteilen der Biomethanverflüssigungsanlage,

        - Rückbau der RTO

 Rückbau aller Anlagenteile der Feuerungsanlage (BE V) und damit verbundene Nutzungsaufgabe des Heizwerks.

 Änderung BE VI (BHKW) durch

  -   Errichtung eines zusätzlichen BHKW (BHKW 5) im Container inkl. Anlagenperipherie (2,357 MWFWL, 999 kWel, 996 kWth)

  -   Reduzierung der Leistung von BHKW 4 (gleiches Aggregat wie BHKW 5) und dessen Lageverschiebung,

  -   Errichtung von SCR-Kat-Anlagen für die BHKW 4 und 5,

  -   Lageänderung des Zubehörcontainers für die BHKW,

  -   Errichtung eines Trafo

Für das Vorhaben ist eine Genehmigung nach dem BImSchG in Verbindung mit Nr. 8.6.3.1GE des Anhang 1 der Vierten Verordnung zur Durchführung des BImSchG erforderlich und ein Genehmigungsverfahren nach § 10 BImSchG durchzuführen. Die Öffentlichkeitsbeteiligung richtet sich nach § 10 Abs. 3 und 4 BImSchG und §§ 8ff. der Neunten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes.

Antrag und Antragsunterlagen sowie die bereits vorliegenden entscheidungserheblichen behördlichen Stellungnahmen zum Vorhaben können in der Zeit vom 30.01.2023 bis einschließlich 28.02.2023 wie folgt eingesehen werden.

  1. Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg

          Zimmer 4.20

          An der Jägerbäk 3

         18069 Rostock,

         Tel.-Nr.: 0385-58867512

          Mo:      8:00 – 16:00 Uhr

          Di:       8:00 – 17:00 Uhr

          Mi:       8:00 – 16:00 Uhr

          Do:      8:00 – 17:00 Uhr

          Fr:       8:00 – 13:00 Uhr

 

  1. Stadtentwicklungsamt

         Baustraße 33

         18273 Güstrow

          Flur des 4. OG

 

           Mo.:     9:00 – 12:00 Uhr und 13:00 – 15:00 Uhr

           Di.:       9:00 – 12:00 Uhr und 13:00 – 16:00 Uhr

           Do.:     9:00 – 12:00 Uhr und 13:00 – 17:00 Uhr

           Fr.:       9:00 – 12:00 Uhr

 

            Zusätzlich können telefonisch Termine unter 03843/769-437 vereinbart werden.

 

Einwendungen gegen das Vorhaben können ab dem ersten Tag der Auslegung bis einschließlich 31.03.2023 schriftlich oder per E-Mail (StALUMM-Einwendungen-A5@stalumm.mv-regierung.de)  bei den o.g. Behörden erhoben werden. Mit Ablauf der Einwendungsfrist sind alle Einwendungen für das Genehmigungsverfahren ausgeschlossen, die nicht auf besonderen privatrechtlichen Titeln beruhen.

Name und Anschrift der Einwender sind in den Einwendungen vollständig und deutlich lesbar anzugeben. Unleserliche Namen oder Anschriften können im weiteren Verfahren nicht berücksichtigt werden. Die Einwendungen werden der Antragstellerin sowie denjenigen im Verfahren beteiligten Behörden, deren Aufgabenbereich von den Einwendungen berührt ist, bekannt gegeben. Der Einwender kann verlangen, dass sein Name und seine Anschrift vor der Bekanntgabe unkenntlich gemacht werden, wenn diese zur ordnungsgemäßen Durchführung des Genehmigungsverfahrens nicht erforderlich sind.

Nach Ablauf der Einwendungsfrist entscheidet die Genehmigungsbehörde nach pflichtgemäßem Ermessen, ob ein Erörterungstermin durchgeführt wird. Die Entscheidung wird öffentlich bekannt gegeben.

Die Zustellung der Entscheidung über die Einwendungen kann durch öffentliche Bekanntmachung ersetzt werden.