Wesentliche Änderung des Biomasseheizkraftwerks Wismar V (Entdrosselung), Bekanntmachung Änderungsbescheid

Bekanntmachung des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg nach § 21a Abs. 1 Satz 1 der Verordnung über das Genehmigungsverfahren (9. BImSchV) sowie § 3 Planungssicherstellungsgesetz (PlanSiG) vom 08.02.2021

Nr.B 5/21  | 08.02.2021  | StALU WM  | Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg

Die Bioenergie Wismar GmbH erhielt mit Datum vom 21.01.2021 die Genehmigung für oben genanntes Vorhaben (Gez.: 04/21). Die Anlage wird im Industriegebiet Wismar Haffeld betrieben.

 

Der verfügende Teil des Genehmigungsbescheids hat folgenden Wortlaut:

 

  1. Der Bioenergie Wismar GmbH wird die Genehmigung zur wesentlichen Änderung des Biomasseheizkraftwerkes Wismar V gemäß dem Antrag vom 08.04.2020 und der hierzu eingereichten Antragsunterlagen an folgendem Standort:

Gemarkung Wismar

Flur 1

Flurstücke 3715/14, 3716/12 und 3717/72

  • Wesentliche Bestandteile des Änderungsantrages sind
  1. Die Erhöhung der Gesamtfeuerungswärmeleistung auf 76 MW
  2. Die Erweiterung der Lagerflächen für Holzhackschnitzel und Rinden
  3. Die bauliche Änderung von Kesselhaus, Turbinenhaus, Hackergebäude sowie dem Technik- und Sozialgebäude und dem Trafo
  4. Die Auslagerung und Vergrößerung der Schubböden
  5. Weitere Änderungen von Außenanlagen wie Zufahrt, Wegführung und Pförtnerhaus
  6. Die Erweiterung der zulässigen Brennstoffe um
    • Grobkorn aus der Kompostierung, soweit es sich dabei um unbehandeltes Holz handelt
    • die der Abfallschlüsselnummer 19 12 07 oder 19 05 02 unterfallen
    • mit einem Mindestbrennwert von 1,87 kWh/kg einem maximalen Wasergehalt von 60 %Masse und einem maximalen Fremdstoffanteil von 2 %Masse.
    • bei einem maximalen Anteil am Gesamtbrennstoff von 11 %Masse im 2-Kesselbetrieb bzw. 22 %Masse im 1-Kesselbetrieb
    • und einer maximalen Durchsatzkapazität von weniger als 3 t/h und 24.000 t/a.
    • Es erfolgt keine Lagerung dieser Brennstoffe auf dem Werksgelände. Diese werden bei Lieferung unmittelbar auf den Schubböden abgeladen.
  1. Indirekteinleitung von Abwasser aus den Nassentaschern

Die Genehmigung wurde mit Nebenbestimmungen verbunden.

 

die Bezeichnung des für die betreffende Anlage maßgeblichen BVT-Merkblatts lautet:

  • Großfeuerungsanlagen

 

Eine Ausfertigung des Genehmigungsbescheides einschließlich seiner Begründung wird gemäß § 10 Abs. 8 Satz 3 BImSchG nach der Bekanntmachung für zwei Wochen zur Einsichtnahme ausgelegt. Die Auslegung erfolgt vom 09.02.2021 bis einschließlich 22.02.2021 zu den angegebenen Zeiten im

 

Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg (Bleicherufer 13, 19053 Schwerin), 1. Obergeschoss - Abt. Immissions- und Klimaschutz, Abfall- Kreislaufwirtschaft

 

Montag bis Donnerstag:         7:30 - 16:30 Uhr

Freitag:                                   7:30 - 12:00 Uhr.

 

Aufgrund der aktuellen Pandemiesituation ist eine Einsichtnahme jedoch ausschließlich nach vorheriger telefonischer Terminabsprache unter 0385 – 59586512 möglich. Diese soll Montag bis Freitag zwischen 8:30 und 14:00 Uhr erfolgen.

 

Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung vor Ort ist zwingend erforderlich.

 

Darüber hinaus erfolgt die Auslegung online auf der Homepage des StALU WM

 

http://www.stalu-mv.de/wm/Service/Presse_Bekanntmachungen/

 

Gemäß § 10 Abs. 8 Satz 5 BImSchG gilt der Bescheid mit dem Ende der Auslegungsfrist auch gegenüber Dritten, die keine Einwendungen erhoben haben, als bekanntgemacht und zugestellt.

 

 

 

Rechtsbehelfsbelehrung:

 

Gegen diesen Bescheid kann innerhalb eines Monats nach Ende der Auslegungsfrist Widerspruch erhoben werden. Der Widerspruch ist beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg, Bleicherufer 13, 19053 Schwerin, einzulegen.