Ertüchtigung Kläranlage Stralsund

Bekanntgabe nach § 5 Absatz 2 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 24. Februar 2010 (BGBl. I S. 94), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 8. September 2017 (BGBl. I S. 3370)

Nr.B 300  | 29.12.2017  | StALU VP  | Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern

Bekanntmachung des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern (StALU VP) vom 21.12.2017

 

Die Hansestadt Stralsund beabsichtigt die bestehende Kläranlage Stralsund für eine zusätzliche Nährstoffreduzierung mittels Errichtung und Betreibung einer Anlage zur Trübwasserbehandlung, Optimierung der MSR-Technik der Belebungsanlage sowie Errichtung und Betreibung einer nachgeschalteten Denitrifikationsanlage zu ertüchtigen.

 

Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern als Erlaubnisbehörde hat eine allgemeine Vorprüfung des Einzelfalls gemäß § 9 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) durchgeführt.

Die Prüfung hat zu dem Ergebnis geführt, dass von dem Änderungsvorhaben keine zusätzlichen erheblichen nachteiligen oder andere erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen zu erwarten sind. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung ist daher nicht erforderlich.

Die möglichen erheblichen Auswirkungen des Vorhabens wurden anhand der in Anlage 3 des UVPG aufgeführten Kriterien beurteilt.

 

Folgende Merkmale des Vorhabens und des Standortes sind für diese Einschätzung maßgeblich:

  • Das Vorhaben befindet sich innerhalb des anthropogen überformten Bereiches der bestehenden Kläranlage.
  • Weder bau-, anlagen- noch betriebsbedingt sind relevante Auswirkungen auf die Schutzgüter zu erwarten.
  • Betriebsbedingt wirkt sich das Änderungsvorhaben durch Minderung der Nährstofffrachten im Kläranlagenablauf positiv auf die Wasserqualität im Greifswalder Bodden und somit auch positiv auf die dort befindliche Flora und Fauna sowie den hierauf basierenden Schutzstatus des Gebietes aus.
  • Ein Zusammenwirken etwaiger nachteiliger betriebsbedingter Auswirkungen des Vorhabens mit den Auswirkungen anderer bestehender oder zugelassener Vorhaben kann ausgeschlossen werden, ebenso ist ein Zusammenwirken von bau- und anlagenbedingten Auswirkungen mit denen anderer Vorhaben nicht zu erkennen.
  • Nachteilige anlagenbedingte Umweltauswirkungen wie z.B. die Versiegelung und Überbauung von Böden und Biotopstrukturen allgemeiner Bedeutung können ausgeglichen bzw. ersetzt werden.
  • Bzgl. der temporären baubedingten Auswirkungen sind Vermeidungs- und Minderungsmaßnahmen vorgesehen, Beeinträchtigungen der angrenzenden Schutzgebiete sind nicht zu besorgen.
  • Durch das Änderungsvorhaben sind keine Konflikte bzgl. des Arten- und Biotopschutzes zu erwarten.

 

Hinweis:

Es wird darauf hingewiesen, dass die Feststellung gemäß § 5 Abs. 3 Satz 1 UVPG nicht selbstständig anfechtbar ist.