Errichtung und Betrieb von 103 Offshore-Windenergieanlagen im Offshore-Windpark Gennaker im marinen Vorranggebiet für Windenergieanlagen gemäß LEP M-V 2016 ca. 15 km nördlich der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst

Bekanntmachung nach § 10 Abs. 3 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG)

B 248 - 12.09.2016 - StALU VP - Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern

Die OWP Gennaker GmbH mit Sitz in 28217 Bremen, Stephanitorsbollwerk 3, beabsichtigt die Errichtung und den Betrieb von 103 Offshore-Windenergieanlagen (OWEA) vom Typ Siemens SWT-8.0-154 mit Power Boost mit einer maximalen Bauhöhe von 175 m und einer maximalen Nennleistung von 8,4 MW je OWEA im Offshore-Windpark (OWP) Gennaker mit einer Gesamtkapazität von 865,2 MW innerhalb eines marinen Vorranggebietes für Windenergieanlagen gemäß Landesraumentwicklungsprogramm Mecklenburg-Vorpommern 2016 (LEP M-V 2016) ca. 15 km nördlich der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und hat hierfür die immissionsschutzrechtliche Genehmigung nach § 4 BImSchG bei der zuständigen Genehmigungsbehörde, dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern, beantragt. Zu den OWEA gehören als Nebeneinrichtungen die erforderlichen zwei baugleichen Umspannplattformen (USP) und die die OWEA verbindende parkinterne Verkabelung. Die Inbetriebnahme der Windenergieanlagen soll voraussichtlich im Jahr 2022 erfolgen.

 

Das Vorhaben ist gemäß § 4 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 17.5.2013 (BGBl. I S. 1274), zuletzt geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 26.7.2016 (BGBl. I S. 1839) in Verbindung mit Nr. 1.6.1 Verfahrensart G des Anhang 1 der Vierten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über genehmigungsbedürftige Anlagen - 4. BImSchV) in der Fassung der Bekanntmachung vom 2.5.2013 (BGBl. I S. 973, 3756), zuletzt geändert durch Artikel 3 der Verordnung vom 28.4.2015 (BGBl. I S. 670) genehmigungsbedürftig. Das Vorhaben unterliegt nach § 3b Abs. 1 in Verbindung mit Nr. 1.6.1 der Anlage 1 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 24.2.2010 (BGBl. I S. 94), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 21.12.2015 (BGBl. I S. 2490) der Umweltverträglichkeitsprüfung. 

 

Der Antrag und die zugehörigen Antragsunterlagen einschließlich der Unterlagen zur

Umweltverträglichkeitsuntersuchung werden vom 19.09.2016 bis einschließlich 18.10.2016 bei folgenden Ämtern während folgender Zeiten zur Einsichtnahme ausgelegt:

Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern

Dienststelle Stralsund

Abteilung Immissions- und Klimaschutz, Abfall und Kreislaufwirtschaft Ossenreyerstraße 56 18439 Stralsund

Montag, Mittwoch, Donnerstag         07:00 – 15:30 Uhr

Dienstag                                            07:00 – 17:00 Uhr

Freitag                                               07:00 – 14:00 Uhr

 

und zusätzlich in der

 

Gemeindeverwaltung Zingst

Hanshäger Straße 1

18374 Zingst

 

Montag, Mittwoch, Donnerstag         08:00 – 12:00 Uhr und 13:00 – 16:00 Uhr Dienstag                                             08:00 – 12:00 Uhr und 13:00 – 18:00 Uhr                                   Freitag                                                08:00 – 12:00 Uhr                                  

 

im

 

Amt Nord-Rügen Ernst-Thälmann-Straße 37 18551 Sagard

 

Montag, Mittwoch, Donnerstag         07:30 – 12:00 Uhr und 12:30 – 16:00 Uhr

Dienstag                                            07:30 – 12:00 Uhr und 12:30 – 17:30 Uhr

Freitag                                               07:30 – 12:00 Uhr

 

und im

 

Amt West-Rügen

Dorfplatz 2

18573 Samtens

 

Montag und Mittwoch                       09:00 – 12:00 Uhr und 13:00 – 15:00 Uhr Dienstag                                             09:00 – 12:00 Uhr und 13:00 – 18:00 Uhr

Donnerstag                                        09:00 – 12:00 Uhr und 13:00 – 17:00 Uhr                         

Freitag                                               09:00 – 12:00 Uhr                                  

 

Einwendungen gegen das Vorhaben können in der Zeit vom 19.09.2016 bis einschließlich 01.11.2016 schriftlich bei den vorgenannten Ämtern vorgebracht werden. Einwendungen sollen erkennen lassen, welches Rechtsgut oder Interesse aus der Sicht des Einwenders verletzt wird. Nach Ablauf dieser Frist sind alle Einwendungen ausgeschlossen, die nicht auf besonderen privatrechtlichen Titeln beruhen.

Die Einwendungen werden der Antragstellerin sowie den beteiligten Behörden, deren Aufgabenbereich von den Einwendungen berührt ist, bekannt gegeben. Der Einwender kann verlangen, dass sein Name und seine Anschrift vor der Bekanntgabe unkenntlich gemacht werden, wenn diese zur ordnungsgemäßen Durchführung des Genehmigungsverfahrens nicht erforderlich sind.

Sofern gegen das vorgenannte Vorhaben Einwendungen form- und fristgerecht erhoben worden sind, werden diese auf Grund einer Ermessensentscheidung der Genehmigungsbehörde nach § 10 Abs. 6 BImSchG, auch bei Fernbleiben der Antragstellerin oder der Personen, die Einwendungen erhoben haben, am 14.12.2016 ab 10.00 Uhr

und, falls erforderlich, an den Folgetagen im

Ozeaneum der Hansestadt Stralsund

Mehrzwecksaal

Hafenstraße 11

18439 Stralsund

in öffentlicher Sitzung gemäß § 18 Absatz 1 der Neunten Verordnung zur Durchführung des

Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über das Genehmigungsverfahren – 9. BImSchV) in der Fassung der Bekanntmachung vom 29.5.1992 (BGBl. I S. 1001), zuletzt geändert durch Artikel 5 der Verordnung vom 28.4.2015 (BGBl. I S. 670) erörtert.

 

Die Zustellung der Entscheidung über die Einwendungen kann gemäß § 10 Abs. 8 BImSchG durch öffentliche Bekanntmachung ersetzt werden.