Errichtung und Betrieb einer Prototypen Windenergieanlagen in der Gemarkung Brusow

Amtliche Bekanntmachung nach § 10 Abs. 8 BImSchG i.V. m. § 21a 9. BImSchV

Nr.AA-Nr.: 49/2020  | 23.11.2020  | StALU MM  | Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg

Gemäß § 21a der 9. BImSchV gibt das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg bekannt:

Mit Bescheid vom 04.11.2020 wurde der eno energy systems GmbH (Am Strande 2e, 18055 Rostock) die Genehmigung zur Errichtung und Betrieb einer Windenergieanlage erteilt, deren verfügender Teil folgenden Wortlaut hat: 

Genehmigung nach § 4 BImSchG:

1. Auf Antrag vom 06.02.2019 (Posteingang am 16.04.2019) wird der eno energy systems GmbH die Genehmigung erteilt, in der Gemarkung Brusow wie folgt eine Windenergieanlage (WEA) zur Forschung und Entwicklung von Windenergie zu errichten und zu betreiben.

Die Anlage weist folgende Merkmale auf:

ID

Typ

max. elektr. Leistung [MW]

Nabenhöhe [m]

Rotor-durchmesser [m]

Gesamthöhe über Grund [m]

maximal zulässiger Emissionspegel[1] Le, max

1161-01

eno 126 (mit Serrations)

4,8

87,00

126,00

150,00

105,2 dB(A)

Tabelle 1: Technische Merkmale der WEA

Die WEA wird an folgendem Standort genehmigt:

ID

ETRS 89 UTM 6 Grad Zone 33

Gemarkung

Flur

Flurstück

1161-01

R: 33293151

H: 5996199

Brusow

1

266

           

Tabelle 2: Standort der WEA

2. Für die beantragte WEA 1161-01 wird gemäß § 45 Abs. 7 BNatSchG eine artenschutzrechtliche Ausnahme von den Verbotstatbeständen nach § 44 Abs. 1 Nr. 1 und 3 BNatSchG bei Durchführung von FCS-Maßnahmen zugelassen.

3. Die sofortige Vollziehung wird angeordnet. Diese Anordnung umfasst sämtliche Nebenbestimmungen.

4. Diese Genehmigung erlischt, wenn innerhalb von 3 Jahren nach Unanfechtbarkeit für die Antragstellerin bzw. Genehmigungsinhaberin nicht mit dem bestimmungsgemäßen Betrieb der Anlage begonnen worden ist.

5. Die Genehmigung ist für die Dauer von 20 Jahren ab Inbetriebnahme befristet.Die Genehmigung ist mit Nebenbestimmungen verbunden.

6. Die eno energy systems GmbH hat die Kosten des Verwaltungsverfahrens der Genehmigung zu tragen. Eine Verwaltungsgebühr wird in Höhe von 46.440,00 € festgesetzt. Die Genehmigung ist mit Nebenbestimmungen verbunden. Auslagen werden nicht erhoben

Im Hinblick auf die derzeitige Situation (Pandemie Coronavirus [COVID-19]) wird der Bescheid in der Zeit vom 24.11.2020 bis einschließlich 08.12.2020 auf der Internetseite des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg unter folgendem Link: http://www.stalu-mv.de/mm/Service/Bekanntmachungen-nach-BImSchG/Bereich-Immissionsschutz/ öffentlich bekannt gemacht.

Bei Nichtwahrnehmung der Einsichtnahme im Rahmen der Internetauslegung kann der Genehmigungsbescheid nach Terminabsprache unter der Tel.-Nr. 0385-58867514 in der Zeit vom 24.11.2020 bis einschließlich 08.12.2020 im Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg, An der Jägerbäk 3, 18069 Rostock eingesehen werden.

Mo:      8.00 – 16.00 Uhr

Di:       8.00 – 17.00 Uhr

Mi:       8.00 – 16.00 Uhr

Do:      8.00 – 17.00 Uhr

Fr:       8.00 – 13.00 Uhr

eingesehen werden.

Gegen diesen Bescheid kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch erhoben werden. Der Widerspruch ist beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg – Dienststelle Rostock, An der Jägerbäk 3, 18069 Rostock zu erheben.

Gemäß § 10 Abs. 8 Satz 5 BImSchG wird darauf hingewiesen, dass der Bescheid mit Ende der Auslegungsfrist auch gegenüber Dritten, die keine Einwendungen erhoben haben, als zugestellt gilt.

Nach der öffentlichen Bekanntmachung kann der Bescheid bis zum Ablauf der Widerspruchsfrist von den Personen, die Einwendungen erhoben haben, beim StALU MM unter der vorbezeichneten Adresse schriftlich oder elektronisch (poststelle@stalumm.mv-regierung.de) angefordert werden.

Hinweis:

In der Auslegungsstelle werden aufgrund der Corona-Pandemie Maßnahmen zum Infektionsschutz getroffen. Deshalb kann der sonst gewohnte, ungehinderte Zugang zu den Unterlagen im Amt im genannten Zeitraum unterschiedlich geregelt und auch begrenzt werden. Daher sind Terminvereinbarungen zwingend erforderlich.

 

[1] Inkl. Unsicherheit der Emissionsdaten gem. Ziff. 3b), 3c) und 4.1 der LAI Hinweise