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Staatliche Ämter für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern / MV tut gut


NATURA 2000

NATURA 2000-Gebiete im Amtsbereich des StALU WM

Das System "NATURA 2000" ist ein europaweites Netz von Schutzgebieten und zugleich ein großer Biotopverbund, in dem bedrohte Tier- und Pflanzenarten und ihre Lebensräume geschützt werden sollen. Dazu gehören auch die im Amtsbereich des StALU Westmecklenburg liegenden 70 Fauna-Flora-Habitat-Gebiete (FFH) und 26 Europäischen Vogelschutzgebiete (SPA). Manche dieser Gebiete befinden sich nur anteilig im Amtsbereich und die Gebiete können sich räumlich auch überlagern. Im Folgenden werden drei Gebiete näher vorgestellt.

Mit Bachmuscheln besiedeltes Bachbett (Foto: StALU WM)

Das FFH-Gebiet "Mildenitztal mit Zuflüssen und verbundenen Seen" ist ca. 5.300 ha groß und umfasst das Fließgewässersystem der Mildenitz einschließlich der Bresenitz. Die Bresenitz ist u.a. Lebensraum für die Gemeine Flussmuschel, die mit ca. 90 % des bundesdeutschen Bestandes ihren Verbreitungsschwerpunkt im westlichen Landesteil Mecklenburg-Vorpommerns hat. Auch Fischotter und Biber, die sich ebenfalls im und am Gewässer aufhalten, kommen hier vor.

Um langfristig diese und andere Arten sowie den günstigen Erhaltungszustand ihres Lebensraumes zu sichern oder zu verbessern, wurde 2011 eine Freiwillige Vereinbarung unterzeichnet. Ihr Name ist Programm: "Naturschutz und Kanusport und –tourismus in Natura 2000-Gebieten im Naturpark Sternberger Seenland und westlichen Teil des Naturparks Nossentiner/Schwinzer Heide". Partner sind Kanuvermieter aus der Region, der Landeskanuverband M-V e.V., der NABU Deutschland e.V., die beiden betroffenen Naturparke sowie die Staatlichen Ämter für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg und Westmecklenburg.

Lübtheener Lübtheener Heide (Foto: StALU WM)

Auf über 1.400 ha erstreckt sich in einem nahezu unberührten Waldkomplex östlich von Lübtheen das FFH-Gebiet "Lübtheener Heide und Trebser Moor". Hierbei handelt es sich um eine Heidelandschaft mit Sandmagerrasen und offenen Binnendünen. Sie bilden auf knapp 900 ha einen zusammenhängenden Offenlandlebensraum. Dieser ist nicht nur für Mecklenburg-Vorpommern, sondern für ganz Norddeutschland einzigartig und stellt zugleich landesweit ein Schwerpunktvorkommen beider Lebensraumtypen dar. Aufgrund der Größe kommen hier viele seltene und bedrohte Tierarten vor, u.a. Ziegenmelker, Brachpiper, Heidelerche und Schwarzkehlchen. Die Lübtheener Heide ist ein militärisches Übungsgebiet der Bundeswehr. Es wird direkt durch den Bund verwaltet und gepflegt. Westlich des eigentlichen Truppenübungsplatzes liegt das Trebser Moor, ein Sauer-Zwischenmoor auf Sanden, das von nass-feuchten Grünlandflächen umgeben ist.

Sandbank in der Wismarbucht (Foto: StALU WM)

Das Europäische Vogelschutzgebiet "Wismarbucht und Salzhaff" zeichnet sich aufgrund der vielfältigen Landschaftsstruktur durch eine besonders arten- und individuenreiche Vogelwelt mit bedeutsamen Brut- und Rastbeständen von typischen Arten der Ostseeküste aus. Insbesondere auf den Vogelinseln Langenwerder und Walfisch, aber auch im Salzgrünland brüten Küstenvogelarten wie Möwen, Seeschwalben und Limikolen. Küstenseeschwalbe und Sturmmöwe kommen sogar landesweit fast nur noch hier vor. Im Sommer mausern tausende Höckerschwäne sowie etliche Schell- und Eiderenten in den Flachwasserzonen. Zur Zugrast und Überwinterung finden sich hier mehrere Tausend Eider-, Berg- und Reiherenten sowie nordische Schwäne und Gänse ein.

Am 15. Juli 2005 unterzeichneten Umweltministerium, Wassersport– und Anglervereine sowie Gemeinden die Freiwillige Vereinbarung "Naturschutz, Wassersport und Angeln in der Wismarbucht". Das Ziel ist die langfristige Sicherung bzw. Wiederherstellung eines guten Erhaltungszustandes des Lebensraums und seiner geschützten Arten. Seit über drei Jahren überwacht ein sogenannter Bucht-Ranger die Einhaltung der in der Vereinbarung geregelten Verhaltensweisen. Seine Tätigkeit wird durch EU-Mittel gefördert.

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