Wesentliche Änderung einer Junghennenaufzuchtanlage in Hohen Sprenz

Bekanntgabe des Staatlichen Amtes für Landwirtschafft und Umwelt Mittleres Mecklenburg nach § 5 Abs. 2 UVPG

Nr.AA-Nr.: 45/2020  | 26.10.2020  | StALU MM  | Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg

Die Bio-Ovum GmbH, Hornbruch 6, 27389 Fintel beabsichtigt in der Gemeinde Hohen Sprenz, Gemarkung Klein Sprenz, Flur 1, Flurstücke 147 und 150/1 eine Junghennenaufzuchtanlage gemäß § 16 BImSchG wesentlich zu ändern.

Gegenstand des Antrages ist die Errichtung und der Betrieb zweier Flüssiggastanks mit je 2,9 t Flüssiggaslagerkapazität.

Durch die geplante Maßnahme erhöht sich die genehmigte Flüssiggaslagerkapazität von 1,2 t auf 5,8 t. Die genehmigte Tierplatzzahl verändert sich nicht.

Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg als Genehmigungsbehörde hat eine standortbezogene Vorprüfung des Einzelfalls gemäß § 9 Abs. 2 Satz 1 Nr.2 sowie Abs. 4 UVPG in Verbindung mit den Nr. 7.1.3 „S“ und 9.1.1.3 „S“ der Anlage 1 des UVPG durchgeführt.

Die Prüfung hat zu dem Ergebnis geführt, dass von dem Vorhaben keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen möglich sind. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung ist daher nicht erforderlich. Aus der Betrachtung des Standortes des Vorhabens ergibt sich, dass durch das Vorhaben keine erheblichen nachteiligen Auswirkungen auf die in Anlage 3 Nr. 2.3 genannten Schutzgüter des UVPG hervorgerufen werden können. Im Einwirkbereich zum Vorhabenstandort befinden keine Schutzgebiete nach Nr. 2.3.1 – Nr. 2.3.6. Das Vorhaben befindet sich in einem Wasserschutzgebiet der Zone III und auch zwei gesetzlich geschützte Biotope nach Nr. 2.3.7 befinden sich im Einwirkbereich des Vorhabens. Durch die Realisierung des Vorhabens erfolgt jedoch keine Erhöhung der Geruchs-, Ammoniak- und Schallemissionen. Damit sind keine Beeinträchtigungen der Biotope oder der Grundwasserqualität möglich.

Diese Feststellung ist gemäß § 5 Absatz 3 Satz 1 UVPG nicht selbstständig anfechtbar.

Die zuständige Genehmigungsbehörde wird über den Antrag nach den Vorschriften des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) entscheiden.

Zu den wesentlichen Gründen wird auch auf die Bekanntgabe auf der Internetseite des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg http://www.stalu-mv.de/mm/Service/Presse_Bekanntmachungen/ verwiesen.