Errichtung und Betrieb von zwei Prototypen Windenergieanlagen in der Gemarkung Glasewitz

Bekanntgabe nach § 5 Absatz 2 des Gesetztes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG)

Nr.AA-Nr.: 22/2019  | 11.06.2019  | StALU MM  | Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg

Die Notus energy Wind GmbH & Co.KG beabsichtigt in der Gemarkung Glasewitz zwei Prototypen Windenergieanlagen (WEA) vom Typ Nordex N149 Delta 4000 (4,5 MW Nennleistung, Nabenhöhe 105,00 m zzgl. 3 m Fundamenterhöhung, Rotordurchmesser 149,00 m) einschließlich der Zuwegung zu errichten und zu betreiben.

Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg als Genehmigungsbehörde hat eine allgemeine Vorprüfung des Einzelfalls gemäß § 7 Absatz 1 in Verbindung mit Nummer 1.6.2 der Anlage 1 des UVPG durchgeführt.

Die Prüfung hat zu dem Ergebnis geführt, dass von dem Vorhaben keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen hervorgerufen werden können. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung ist daher nicht erforderlich.

Das Vorhabengebiet befindet sich im ländlichen Raum. Erhebliche nachteilige Auswirkungen auf das Schutzgut Wasser werden ausgeschlossen.

Kleinflächige und damit geringe Auswirkungen gehen von dem Vorhaben auf das Schutzgut Boden, Natur und Landschaft aus. Die durch das Vorhaben verursachten Flächenversiegelungen und Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes werden als Eingriff im Sinne des BNatSchG bewertet und entsprechend ausgeglichen.

Die Abstände von größer als 2.900 m zu den nächstgelegenen SPA- und FFH-Gebieten sowie den Naturschutzgebieten „Bockhorst“, „Zehlendorfer Moor“ und ‚Schlichtes Moor‘ können keine erheblichen Beeinträchtigungen dieser hervorrufen. Auch das gemäß § 28 BNatSchG in dem Gebiet befindliche Flächennaturdenkmal „Cesserberg“ kann aufgrund einer Entfernung von ca. 3.300 m durch die Errichtung und den Betrieb der WEA nicht beeinträchtigt werden. Ebenfalls können sich für die in der näheren Umgebung des Standortes befindlichen § 30 BNatSchG gesetzlich geschützten Biotope keine erheblichen nachteiligen Auswirkungen ergeben.

Es sind keine Wasserschutzgebiete, Überschwemmungsgebiete sowie Heilquellenschutzgebiete in der Nähe zum Vorhabenstandort vorhanden.

Nationalparke und nationale Naturmonumente entsprechend Nummer 2.3.3 sowie Biosphärenreservate und Landschaftsschutzgebiet entsprechend Nummer 2.3.4 als auch Gebiete mit hoher Bevölkerungsdichte laut Nummer 2.3.10 sind laut Kartenportal Umwelt Mecklenburg-Vorpommern und GAIA M-V in diesem Vorhabengebiet nicht vorhanden. Das Vorhaben befindet sich nicht in einem Gebiet, in dem die in den Vorschriften der Europäischen Union festgelegten Umweltqualitätsnormen überschritten werden.

Durch die von der WEA verursachten Schall- und Schattenimmissionen können antragsgegenständlich keine Beeinträchtigungen für den Menschen hervorrufen werden.

Die sich aus der Errichtung und dem Betrieb der WEA ergebenen Auswirkungen auf die Avifauna werden ebenfalls durch die antragsgemäße Aufnahme Vermeidungsmaßnahmen über artenschutzrechtliche Auflagen sowie über Kompensationsmaßnahmen in der Eingriffs- und Ausgleichsbilanzierung im Genehmigungsbescheid zur Einhaltung der Bestimmungen des BNatSchG geregelt. Durch die antragsgegenständliche Anwendung von pauschalen Abschaltzeiten wird das standortspezifische Kollisionsrisiko mit den Fledermäusen nicht signifikant erhöht. Zusätzlich wird die Realisierung der Baumaßnahme außerhalb der Brut- und Aufzuchtszeiten der Avifauna erfolgen.

Die geringfügig in Anspruch zu nehmenden Flächen werden durch konventionellen Ackerbau landwirtschaftlich genutzt. Die durch das Vorhaben verursachten Flächenversiegelungen von insgesamt 6.571 m² werden als Eingriffe in die Natur und Landschaft bewertet. Es ist vorliegend der Biotoptyp Acker betroffen. Der Verlust an landwirtschaftlicher Fläche ist demnach relativ gering und wird über Ausgleichsmaßnahmen kompensiert. Demnach können keine erheblichen nachteiligen Auswirkungen auf die landwirtschaftlichen Flächen hervorgerufen werden.

Zusammenfassend ist im Ergebnis der allgemeinen Vorprüfung des Einzelfalls festzustellen, dass keine erheblichen Umweltauswirkungen im Sinne des UVPG aufgrund ihres möglichen Ausmaßes entstehen können. Aufgrund der überschlägigen Prüfung unter Berücksichtigung der in der Anlage 3 des UVPG aufgeführten Kriterien sind erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen auszuschließen und die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung entsprechend § 7 Absatz 1 Satz 3 UVPG nicht erforderlich. Diese Feststellung ist gemäß § 5 Absatz 3 Satz 1 UVPG nicht selbstständig anfechtbar.

Die zuständige Genehmigungsbehörde wird über den Antrag nach den Vorschriften des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) entscheiden.

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