Errichtung und Betrieb eines Stückgutzentrallagers für Pflanzenschutzmittel, Saaten und Agrarzubehör der ATR Landhandel GmbH & Co. KG in Grimmen

Bekanntmachung nach § 5 Absatz 2 Satz 1 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG)

Nr.B 323  | 18.02.2019  | StALU VP  | Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern

Bekanntmachung nach § 5 Absatz 2 Satz 1 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG)

 

Die ATR Landhandel GmbH & Co. KG mit Sitz in 23909 Ratzeburg, Bahnhofsallee 44 beabsichtigt die Errichtung und den Betrieb eines Zentrallagers für die Lagerung von in der Stoffliste zu Nummer 9.3 (Anhang 2 (der Verordnung über genehmigungsbedürftige Anlagen in der jeweils geltenden Fassung)) genannten Stoffen dient, mit einer Lagerkapazität von den in Spalte 4 der Stoffliste (Anhang 2) ausgewiesenen Mengen oder mehr und hat am Standort Grimmen, Gemarkung Grimmen, Flur 5, Flurstück 103/2 die immissionsschutzrechtliche Genehmigung nach § 4 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) beantragt.

 

Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern als Genehmigungsbehörde hat eine allgemeine Vorprüfung zur Feststellung der UVP-Pflicht gemäß § 7 Absatz 1 in Verbindung mit Nummer 9.3.2 der Anlage 1 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) vom 24. Februar 2010 (BGBl. I S. 94), in der zurzeit gültigen Fassung, durchgeführt.

 

Die Prüfung hat zu dem Ergebnis geführt, dass von dem Vorhaben keine erheblichen

nachteiligen Umweltauswirkungen zu erwarten sind. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung ist daher nicht erforderlich.

 

Wesentliche Gründe für das Nichtbestehen der UVP-Pflicht nach § 5 Absatz 2 Satz 2 und 3 UVPG ergeben sich aus der überschlägigen Prüfung gemäß den in Anlage 3 Nummer aufgeführten Schutzkriterien. Folgende Merkmale des Vorhabens, des Standorts bzw. folgende Vorkehrungen waren für diese Einschätzung maßgebend:

 

Die geplante Anlage ist im bestimmungsgemäßem Betrieb atypisch mit wenig Störpotential behaftet und befindet sich zudem in einem Gewerbegebiet ohne Nutzungseinschränkungen in Nachbarschaft zu anderen gewerblichen Anlagen in größerer Entfernung zu empfindlichen Nutzungen. Die nächsten Wohnhäuser befinden sich 520 m entfernt in Appelshof. Der angemessene Sicherheitsabstand wird von keinem Schutzobjekt unterschritten.

In Bezug auf das Schutzgut Menschen, insbesondere die menschliche Gesundheit gehen von der Anlage keine erheblichen Emissionen aus, die einer gutachtlichen Expertise unterzogen werden müssten. Die Verkehrsbelastungen, die vom Anlagengelände ausgehen, sind unerheblich im Sinne von Ziffer 7.4 TA Lärm.

Auch wenn es sich hier um einen Betriebsbereich der oberen Klasse handelt, wird von der Genehmigungsbehörde das Restrisiko zum möglichen Eintritt eines Störfalles jedoch nur als sehr gering eingestuft. Als Störfall ist nach dem vorliegenden Sicherheitsbericht in erster Linie nur ein Brand vorstellbar, der relativ schnell bekämpft werden kann. Die Räume in denen akut toxische und entzündbare Stoffe und Gemische untergebracht werden, sind mit einer halbstationären Löschanlage, sämtliche Lagerbereiche mit einer Brandmeldeanlage mit Aufschaltung zur Rettungsleitstelle ausgestattet. Andere Ursachen, die eine Stofffreisetzung zur Folge haben, werden auf die Lagerräume selbst begrenzt sein.

Auch die möglichen Störfallauswirkungen sind mit den üblichen Mitteln der Gefahrenabwehr begrenzbar ohne dass nachhaltige Schäden für Mensch und Umwelt zu besorgen wären.

Die Durchführung einer UVP würde neben dem obligatorischen Störfallvorsorgeprogramm keine zusätzlichen Erkenntnisse liefern.

 

Die Beteiligung der Behörden, insbesondere des Landkreises Vorpommern-Rügen hat in Bezug auf die Schutzgüter Tiere, Pflanzen und die biologische Vielfalt, Fläche, Boden, Wasser und Landschaft ebenfalls ergeben, dass eine UVP nicht erforderlich ist. Das Vorhaben befindet sich außerhalb einer Trinkwasserschutzzone. Der naturschutzfachliche Eingriff wird vollständig ausgeglichen bzw. ersetzt. Artenschutzrechtliche Verbotstatbestände können unter Beachtung der Empfehlungen des Artenschutzrechtlichen Fachbeitrages für die Umsetzung von Minimierungs- und Vermeidungsmaßnahmen bzw. der Vorsorgemaßnahmen nicht eintreten.

 

Der Inhalt dieser Bekanntmachung ist auf der Internetseite des StALU Vorpommern unter der Rubrik Presse/Bekanntmachungen http://www.stalu-mv.de/vp/ zugänglich.

 

Diese Feststellung ist gemäß § 5 Absatz 3 Satz 1 des UVPG nicht selbstständig anfechtbar.

 

Die zuständige Genehmigungsbehörde wird über den Antrag nach den Vorschriften des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) entscheiden.

UIS M-V

Text-Logo des Umweltinformationssystems MV (Externer Link: Das Umweltinformationsportal)Details anzeigen
Text-Logo des Umweltinformationssystems MV (Externer Link: Das Umweltinformationsportal)

Umweltinformationssystem MV (UIS MV)

WRRL MV

Infoboxgrafik zur Wasserrichtlinie MV (Externer Link: Weiter zur Website www.wrrl-mv.de)Details anzeigen
Infoboxgrafik zur Wasserrichtlinie MV (Externer Link: Weiter zur Website www.wrrl-mv.de)

Wasserrichtlinie MV (WRRL MV)

Jetzt kaufen!

Obstbaumblüte (Externer Link: Portal, Streuobstgenussscheine erwerben, Kulturlandschaften schützen) (Externer Link: weiter zu www.streuobstgenussschein.de)Details anzeigen
Obstbaumblüte (Externer Link: Portal, Streuobstgenussscheine erwerben, Kulturlandschaften schützen) (Externer Link: weiter zu www.streuobstgenussschein.de)

Obstbaumblüte (Externer Link: Portal, Streuobstgenussscheine erwerben, Kulturlandschaften schützen)