Bekanntmachung nach § 5 Absatz 2 UVPG über das Ergebnis der allgemeinen Vorprüfung des Einzelfalls im Zusammenhang mit der Erweiterung der Marina Neuhof um 50 Liegeplätze

Nr.B350  | 14.12.2018  | StALU VP  | Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern

Bekanntmachung nach § 5 Absatz 2 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 24.02.2010 (BGBl. I S. 94), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 08.09.2017 (BGBl. I S. 3370) 

Bekanntmachung des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern (StALU Vorpommern) vom 14.123.2018

Die Marina Neuhof GmbH beabsichtigt die Marina Neuhof von derzeit 162 Liegeplätzen auf 212 Liegeplätze, durch die Errichtung eines Flachwasserhafens mit 50 Liegeplätzen, zu erweitern. Hierzu soll eine Schwimmsteganlage mit einer Gesamtfläche der Schwimmstege von rund 1.015 m² hergestellt werden. Landseitig haben die Stege eine Breite von 2,4 m und werden mit Pfahlhalterungen an insgesamt 16 Haltepfählen (Ø 40,6 cm) befestigt. Hinzu kommen 2 Begrenzungspfähle (Ø 21,9 cm). Wasserseitig haben die Schwimmstege eine Breite von 3,0 m und werden über insgesamt 30 Betonanker (je 1,2 m² Grundfläche) und Seaflexleinen gesichert. Die landseitige Erschließung erfolgt über einen Steg aus feuerverzinktem Stahl, welcher auf 7 weiteren Pfählen (Ø 24,5 cm) geführt wird und eine Länge von 24,75 m und Breite von 1,5 m (Grundfläche = 37,125 m²) aufweist. Der Steg schließt an die Uferkante an, so dass kein Eingriff in terrestrische Lebensräume stattfindet. Der Übergang von dem festen Steg auf die Schwimmsteganlage besteht aus einem flexiblen Übergangselement (Gangway), welches sich den Wasserstandsschwankungen anpassen kann. Die Verbindung der Schwimmstege untereinander erfolgt analog, insgesamt werden durch die Übergänge ca. 10,5 m² Meeresgrund verschattet. An der nördlichen Einfahrt zum Flachwasserhafen wird ein Wellenbrecher mit einer Größe von 12,0 x 2,4 m eingebracht, es handelt sich ebenfalls um einen Schwimmsteg, welcher mit 4 Betonankern und Seaflexleinen gesichert wird.

Für die Durchführung des Vorhabens im Bereich des Küstengewässers hat die Marina Neuhof GmbH eine Naturschutzgenehmigung gemäß § 40 Absatz 1 Gesetz des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Ausführung des Bundesnaturschutzgesetzes (Naturschutzausführungsgesetz – NatSchAG M-V) vom 23.03.2010 (GVOBl. M-V 2010 S. 66), zuletzt geändert durch Gesetz vom 05.07.2018 (GVOBl. M-V S. 221, 228) beantragt.

Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern als zuständige Genehmigungsbehörde hat bezüglich der beantragten Erweiterung der Marina Neuhof eine allgemeine Vorprüfung des Einzelfalls gemäß § 9 Absatz 1 Satz 1 Ziffer 2 UVPG in Verbindung mit Nummer 13.12 Spalte 2 der Anlage 1 zum UVPG durchgeführt.

Die Prüfung hat zu dem Ergebnis geführt, dass von dem Änderungsvorhaben keine zusätzlichen erheblichen nachteiligen oder andere erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen zu erwarten sind.

Eine Umweltverträglichkeitsprüfung ist daher nicht erforderlich.

Die möglichen erheblichen nachteiligen Auswirkungen des Vorhabens wurden anhand der in Anlage 3 des UVP aufgeführten Kriterien beurteilt.

Folgende Merkmale des Vorhabens und des Standortes sind für diese Einschätzung maßgeblich:

  • Das Vorhaben wurde in größerer Form (+131 Liegeplätze) im Rahmen eines Raumordnungsverfahrens bereits einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen. Der Landesplanerischen Beurteilung im Ergebnis des Raumordnungsverfahrens für das Vorhaben „Erweiterung der Hafenbetriebs- und Ferienanlage „Marina Neuhof“ in der Gemeinde Sundhagen“ vom 02.03.2015 ist zu entnehmen, dass das Planvorhaben aus Sicht der Raumordnung und Landesplanung als umweltverträglich bewertet wird. Die nunmehr beantragte Erweiterung, bei der auf Baggermaßnahmen zur Schaffung eines Hafenbeckens wird verzichtet wird, geht nicht über die im o.g. Raumordnungsverfahren betrachtete Erweiterung hinaus.
  • Weder bau-, anlage- noch betriebsbedingt sind erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Schutzgüter zu erwarten.
  • Ein Zusammenwirken etwaiger nachteiliger Auswirkungen des Vorhabens mit den Auswirkungen anderer bestehender oder zu gelassener Vorhaben kann ausgeschlossen werden.
  • Um vorhabenbedingte Auswirkungen auf Rastvögel ausschließen zu können, wird der Betrieb der Erweiterung im Zeitraum vom 16. Oktober bis 14. April eines jeden Jahres eingestellt und die Erweiterung gesperrt.
  • Nachteilige Umweltauswirkungen, wie anlagenbedingte Wirkungen durch z.B. die Versiegelung von Böden und Flächenbeanspruchung, können ersetzt werden.
  • Durch das Vorhaben sind bei Beachtung von Vermeidungs- und Minderungsmaßnahmen keine Konflikte mit den Vorschriften des Artenschutzes zu erwarten.

 

Hinweis:

Es wird darauf hingewiesen, dass die Feststellung gemäß § 5 Absatz 3 Satz 1 UVPG nicht selbstständig anfechtbar ist.

UIS M-V

Text-Logo des Umweltinformationssystems MV (Externer Link: Das Umweltinformationsportal)Details anzeigen
Text-Logo des Umweltinformationssystems MV (Externer Link: Das Umweltinformationsportal)

Umweltinformationssystem MV (UIS MV)

WRRL MV

Infoboxgrafik zur Wasserrichtlinie MV (Externer Link: Weiter zur Website www.wrrl-mv.de)Details anzeigen
Infoboxgrafik zur Wasserrichtlinie MV (Externer Link: Weiter zur Website www.wrrl-mv.de)

Wasserrichtlinie MV (WRRL MV)

Jetzt kaufen!

Obstbaumblüte (Externer Link: Portal, Streuobstgenussscheine erwerben, Kulturlandschaften schützen) (Externer Link: weiter zu www.streuobstgenussschein.de)Details anzeigen
Obstbaumblüte (Externer Link: Portal, Streuobstgenussscheine erwerben, Kulturlandschaften schützen) (Externer Link: weiter zu www.streuobstgenussschein.de)

Obstbaumblüte (Externer Link: Portal, Streuobstgenussscheine erwerben, Kulturlandschaften schützen)