1 Windkraftanlage am Standort Gägelow

Bekanntmachung des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg nach § 5 Absatz 2 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) und nach § 10 Absatz 3 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) vom 06.08.2018

Nr.B 18/18  | 09.08.2018  | StALU WM  | Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg

Die Bürgerwind Gägelow GmbH & Co. KG (Am Markt, 23966 Gägelow) beabsichtigt die Errichtung und den Betrieb von einer Windenergieanlage des Typs Enercon E-70 E4 mit einer Nabenhöhe von 113,5 m, einer Gesamthöhe von 184,5 m und einer Leistung von 2,3 MW am Standort 23968 Gägelow, Gemarkung Gägelow, Flur 1, Flurstück 138/3 im bereits bestehenden Windpark Gägelow.

 

Für das Errichten und Betreiben der Anlage wurde eine Genehmigung nach § 4 BImSchG in Verbindung mit Nr. 1.6.2 des Anhangs 1 der Vierten Verordnung zur Durchführung des BImSchG (4. BImSchV) beantragt.

 

Für den Windpark Gägelow wurde im März 2017 eine UVP durchgeführt. Es handelt sich hierbei daher um eine Erweiterung eines UVP-pflichtigen Vorhabens. Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg als Genehmigungsbehörde hat eine allgemeine Vorprüfung des Einzelfalls gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 2 in Verbindung mit Nummer 1.6.2 der Anlage 1 des Gesetzes über die UVPG vom 24. Februar 2010 (BGBl. I S. 94), zuletzt geändert durch Artikel 2 G zur Durchführung der VO (EU) Nr. 1143/2014 vom 8. September 2017 (BGBl. I S. 3370) durchgeführt.

 

Die Prüfung hat zu dem Ergebnis geführt, dass von dem Vorhaben keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen zu erwarten sind. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung ist daher nicht erforderlich.

Wesentliche Gründe für das Nichtbestehen der UVP-Pflicht nach § 5 Absatz 2 Satz 2 und 3 UVPG ergeben sich daraus, dass am Standort keine besonderen örtlichen Gegebenheiten gemäß den in Anlage 3 Nummer 2.3 UVPG aufgeführten Schutzkriterien vorliegen. Darüber hinaus soll die Anlage inmitten eines bestehenden Windparks errichtet werden und diesen verdichten. Eine Annäherung des Windparks an Schutzgüter erfolgt daher nicht. Es ergibt sich keine erhebliche zusätzliche Belastung.

 

Diese Feststellung ist gemäß § 5 Absatz 3 Satz 1 des UVPG nicht selbständig anfechtbar.

 

Die Genehmigungsbehörde wird über den Antrag nach den Vorschriften des Bundes-Immissionsschutzgesetzes entscheiden.

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