Die Biogasanlage Jürgenstorf GmbH, 17153 Jürgenstorf, hat einen Antrag zur wesentlichen Änderung ihrer genehmigten Biogasanlage 17153 Jürgenstorf gestellt.

Amtliche Bekanntmachung gemäß § 10 Abs. 3 und 4 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) in Verbindung mit §§ 8 und 9 der 9. Verordnung zur Durchführung des BImSchG (9. BImSchV)

Nr.AB 21/17  | 04.07.2017  | StALU MS  | Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburgische Seenplatte

Die Biogasanlage Jürgenstorf GmbH, Warener Straße 37 B, 17153 Jürgenstorf, hat gemäß § 16 BImSchG am 13.09.2016 einen Antrag zur wesentlichen Änderung ihrer genehmigten Biogasanlage mit zwei BHKW im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, am Standort der vorhandenen Milchviehanlage in 17153 Jürgenstorf, Gemarkung Jürgenstorf, Flur 3, Flurstücke 14/19 und 14/20, gestellt. Wesentliche Vorhabensmerkmale sind:

  • Errichtung und Betrieb eines gasdicht abgedeckten Gärrestlagerbehälters (Fassungsvermögen 7.167 m³) in Form eines Doppelmembranfoliendachs mit Wetterschutzfolie und einem Niederdruckgasspeicher mit einem Volumen Vmax. = 2.600 m³ inkl. Gasanbindung und Gasentnahme
  • Erhöhung der Gärrestlagerkapazität auf insgesamt 11.886 m³
  • Erzeugung von unverändert 1,6425 Mio. Nm³/a Rohbiogas
  • Erhöhung des Gasspeichervolumens von 450 m³ auf insgesamt 3.050 m³ und der max. Biogaslagerkapazität nach der 12. BImSchV auf 11.350 kg am Anlagenstandort

    Die voraussichtliche Inbetriebnahme der geänderten Anlage ist für das 4. Quartal 2017 vorgesehen.

    Für die Änderung/Erweiterung der genehmigten Anlage wurde eine Genehmigung nach § 16 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) in Verbindung mit den Nummern 8.6.3.2 (V), 9.1.1.2 (V) und 9.36 (V) des Anhangs 1 der Vierten Verordnung zur Durchführung des BImSchG (4. BImSchV) bei der zuständigen Genehmigungsbehörde, dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburgische Seenplatte (StALU MS), beantragt. Das Genehmigungsverfahren erfolgt gemäß § 19 Absatz 4 BImSchG.

    Der Antrag und die zugehörigen Unterlagen liegen im u.g. Zeitraum in der Außenstelle des StALU MS, Abteilung Immissions- und Klimaschutz, Abfall- und Kreislaufwirtschaft, Helmut-Just-Straße 4, 17036 Neubrandenburg während der Dienststunden (Mo-Fr) in der Zeit von

                                     07:30 bis 16:00 Uhr (dienstags bis 16:30 Uhr, freitags bis 13:00 Uhr)

    und zusätzlich im Amt Stavenhagen, Neue Straße 35, 17153 Stavenhagen, während folgender Zeiten:

    Montag:                          09.00 - 12.00 Uhr

    Dienstag:                        09.00 - 12.00 Uhr und 14.00 - 17.30 Uhr

    Mittwoch:                       09.00 - 12.00 Uhr

    Donnerstag:                    09.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 16.00 Uhr

    Freitag:                           09.00 - 12.00 Uhr

    zur Einsichtnahme aus.

    Die Auslegung beginnt am 24.07.2017 und endet mit Ablauf des 24.08.2017. Einwendungen gegen das Vorhaben können von Personen, deren Belange berührt sind oder von Vereinigungen, welche die Anforderungen des § 3 Absatz 1 oder des § 2 Absatz 2 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes erfüllen, beginnend am 24.07.2017 bis einschließlich 04.09.2017 schriftlich bei den o. g. Behörden erhoben werden. Mit Ablauf dieser Frist sind bis zur Erteilung der Genehmigung alle Einwendungen ausgeschlossen, die nicht auf besonderen privatrechtlichen Titeln beruhen. Diese Einwendungen können aber im Widerspruchs- bzw. Klageverfahren erhoben werden.

    Name und Anschrift der Einwender sind in den Einwendungen vollständig und deutlich lesbar anzugeben. Unleserliche Namen oder Anschriften können im weiteren Verfahren nicht berücksichtigt werden. Die Einwendungen werden dem Antragsteller sowie den am Verfahren beteiligten Behörden, deren Aufgabenbereich von den Einwendungen berührt wird, bekanntgegeben. Der Einwender kann verlangen, dass sein Name und seine Anschrift vor der Bekanntgabe unkenntlich gemacht werden, wenn diese zur ordnungsgemäßen Durchführung des Genehmigungsverfahrens nicht erforderlich sind.

    Eine Erörterung der Einwendungen ist gemäß § 19 Abs. 4 Satz 2 BImSchG nicht vorgesehen.

    Die Zustellung der Entscheidung kann gemäß § 10 Abs. 8 BImSchG durch öffentliche Bekanntmachung ersetzt werden.